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Bei pfändungssicheren Renten die steuerlichen Details beachten

Für Selbstständige ist es grundsätzlich sinnvoll, eine nicht-pfändungssichere Lebensversicherung in eine geschützte Rentenversicherung umzuwandeln, um so die Altersvorsorge für den Fall der Insolvenz zu schützen. Dabei kommt aus steuerlichen Gründen insbesondere die Rürup Rente (Basisrente ) infrage. Deren Anforderungen gehen allerdings über die Bestimmungen in der ZPO für eine pfändungssichere Altersvorsorge hinaus.

Seit April 2007 gibt es das Gesetz zum Pfändungsschutz der Altersvorsorge. Danach dürfen Leistungen aus privaten Rentenversicherungsverträgen nur wie Arbeitseinkommen gepfändet werden. Ebenso wie bei dem Kapital, das zur Altersvorsorge angespart wird, gelten dabei nach Alter gestaffelte Höchstgrenzen. Wenn Selbstständige ihre Altersvorsorge für den Fall der Insolvenz vor dem Zugriff ihrer Gläubiger retten wollen, müssen sie dabei allerdings einiges beachten, wie ein Beitrag von Steffen Schulz in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Versicherungsmagazin“ (Heft 12/2009, S. 44 – 45) aufzeigt.

Pfändungsgeschützte Verträge müssen zwingend Rentenversicherungen sein, der Beginn der Altersrente darf nicht vor dem 60. Lebensjahr liegen und eine Kapitalleistung ist nur für den Todesfall zulässig. Dabei kommen als Hinterbliebene nur Ehegatten und Kinder infrage – ob dies auch auf eingetragene Lebenspartner ausgeweitet werden kann, muss die zukünftige Rechtsprechung klären. Grundsätzlich gelten diese Kriterien auch für die Basisrente. Allerdings gibt es hier einige Unterschiede. Wer in den Genuss der steuerlichen Vorteile kommen will, muss eine Rente mit monatlicher Auszahlung abschließen, während die Zivilprozessordnung (ZPO) für die Pfändungssicherheit der Rente nur regelmäßige Auszahlungen verlangt. Außerdem lässt die ZPO im Fall des Todes des Versicherten eine Kapitalzahlung an die Hinterbliebenen zu, im Gegensatz zur Basisrente.

Schulz weist darauf hin, dass die steuerlichen Aspekte insbesondere dann wichtig seien, wenn eine nicht-pfändungsgeschützte bestehende Kapitallebensversicherung in eine Rentenversicherung umgewandelt werden soll, ohne dass der Versicherte dadurch steuerliche Nachteile hat. Deshalb müsse bei der Umwandlung auf die Details geachtet werden. Ab dem 1. Januar 2010 müssten alle Verträge über eine Basisrente nach dem Altersvorsorge-Zertifizierungsgesetz zertifiziert sein. Dies gebe den Kunden die Gewissheit, dass sie pfändungssicher sind und der Sonderausgaben-Abzug möglich ist. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

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Autor: lexisnexis am 14. Dez 2009 15:52, Rubrik: Private Rentenversicherung,

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