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Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt – was nun?

Was tun, wenn der Antrag abgelehnt wurde?

Staatliche Hilfeleistungen im Falle von Invalidität und Berufsunfähigkeit werden im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung nur noch für Personen gezahlt, die vor dem 02. Januar 1961 geboren sind. – Und auch das nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit geringem Leistungsumfang. Für alle anderen Personen ist es umso wichtiger, die eigene Arbeitskraft mit einer privaten Vorsorgepolice hinreichend abzusichern.

Aber was soll man machen, wenn man von der Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt wird , weil man an einer chronischen Erkrankung leidet oder einen risikoreichen Beruf ausübt? Der Versicherungsmarkt bietet einige Möglichkeiten, die den Berufsunfähigkeitsschutz zwar nicht ersetzen, aber zumindest große Teile des individuellen Invaliditätsrisikos absichern helfen.

Dread Drease Versicherung: Finanzielle Soforthilfe im Falle schwerer Erkrankungen

Eine Dread Disease Versicherung tritt sofort dann ein, wenn der Versicherungsnehmer mit einer ärztlichen Diagnose das Vorliegen einer schweren Erkrankung belegen kann. Welche Krankheiten mitversichert sind, kann von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich sein; in aller Regel können auf diese Weise etwa 35 schwere Krankheiten finanziell abgesichert werden. Da die Versicherungssumme sofort nach der Diagnose ausgezahlt wird, bietet die Dread Disease Versicherung eine wertvolle Soforthilfe im akuten Krankheitsfall, die es den Betroffenen ermöglicht, eine berufliche Auszeit ohne materielle Engpässe zu nehmen oder aber auch notwendige Investitionen etwa in Umbauten von Haus oder Wohnung vorzunehmen. Dabei ist es unerheblich, ob der Versicherungsnehmer durch die Erkrankung arbeitsunfähig wird oder nicht – die Versicherungssumme wird in jedem Fall nach der Diagnose gezahlt. Unternehmen können mithilfe der Dread Disease Versicherung ihre Führungskräfte und die eigene finanzielle Handlungsfähigkeit absichern.

Invaliditätsvorsorge mit der Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Chronische Vorerkrankungen, wie beispielsweise Rückenleiden, Diabetes, Asthma oder Bluthochdruck, führen oft zu Ablehnungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Menschen mit diesen Risiken ist es jedoch häufig noch möglich, zumindest eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Diese zahlt dann eine monatliche Rente in vereinbarter Höhe aus, wenn der Versicherungsnehmer zu keiner Art von Erwerbstätigkeit mehr fähig ist. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung bietet damit einen geeigneten Invaliditätsschutz vor allem für Selbständige und Menschen, die Berufe mit besonderen Risiken ausüben. Der Versicherungsschutz besteht idealerweise bis zum Beginn des Rentenalters. – Dies sollte bei der Festlegung der Versicherungslaufzeit unbedingt beachtet werden.

Grundfähigkeitsversicherung: Finanzielle Absicherung für den Fall des Verlustes grundlegender Fähigkeiten

Was soll man machen, wenn man von der Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt wird? – Auch die Grundfähigkeitsversicherung bietet hier eine beachtenswerte Alternative, und zwar dann, wenn der Versicherungsnehmer aufgrund von Krankheit oder Unfall grundlegende Fertigkeiten wie Hören, Sehen, Sprechen, Greifen oder Gehen verliert. Die Versicherungssumme wird dabei unabhängig davon gezahlt, ob der Betroffene seine Arbeitskraft verliert oder nicht.

Private Unfallversicherung: Sinnvolle Ergänzung zum Berufsunfähigkeitsschutz

Da Unfälle nur in etwa 10 Prozent aller Fälle die Ursache für eine Berufsunfähigkeit sind, eignet sich eine Private Unfallversicherung in erster Linie als Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung und nicht unbedingt als gleichwertige Alternative. Der Leistungsfall der Unfallversicherung tritt dann ein, wenn infolge eines Unfall körperliche und/oder geistige Beeinträchtigen auftreten (Invalidität). In der Regel können Versicherungsnehmer zwischen der Zahlung der Versicherungssumme als monatliche Rente oder als Einmalbetrag wählen. Von Vorteil ist, dass sich die Unfallversicherung durch eine Reihe von Sofortleistungen noch weiter ergänzen und optimieren lässt, so zum Beispiel um zusätzliche Zahlungen bei schweren Verletzungen, Reha-Maßnahmen oder für die berufliche Wiedereingliederung nach dem Unfall. Was soll man machen, wenn man von der
Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt wird? Fragen Sie uns nach Alternativen und Ergänzungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

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Autor: Udo Langkau am 4. Jun 2015 07:46, Rubrik: Berufsunfähigkeitsversicherung,

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