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Berufsunfähigkeitsversicherung Akademiker

Berufsunfähigkeitsschutz für Akademiker

Jeder 5. Erwerbstätige scheidet derzeit vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Und dabei trifft es nicht nur Berufstätige, die in ihrer täglichen Arbeit offensichtlichen Risiken ausgesetzt sind. Gerade das Berufsunfähigkeitsrisiko für Akademiker wird von den Betroffenen oft falsch eingeschätzt und deshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Akademiker heuzutage unerläßlich.

Warum ist der Berufsunfähigkeitsschutz für Akademiker so wichtig?

Sowohl Akademiker – von Architekten über Informatiker, von Agrar- bis Wirtschaftsingenieuren- als auch Angestellte mit akademischen Bildungsgrad sind in ihrer täglichen Arbeit einer großen psychischen Belastung ausgesetzt. Ständige geistige Höchstleistungen bewirken dauerhafte Stresssituationen und die überwiegend sitzende Tätigkeit wirkt sich negativ auf die Rückenmuskulatur aus. Daher zählen gerade in den akademischen Berufen psychische Erkrankungen durch Stress, Herz- und Kreislauferkrankungen, Rückenleiden sowie in vermehrtem Umfang Krebs zu den häufigsten Ursachen für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben. Statistisch ist nachgewiesen, dass mit höherer Qualifikation das Risiko der Berufsunfähigkeit sinkt. Aus Sicht einer Versicherungsgesellschaft stellen Akademiker ein geringeres Risiko dar, als z.B. handwerklich-körperliche Berufe, denn Akademiker verrichten in der Regel überwiegend Büro- und Aufsichtsführende Tätigkeiten. Bei ausgewählten BU-Versicherungen führt dieses geringere Risiko zu deutlich geringeren Versicherungsprämien, so dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Akademiker deutlich günstiger ist, als für körperlich tätige Personen.

Krankheiten und Unfälle machen auch vor Akademikern nicht halt

Nicht selten werden auch Akademiker durch Herz-Kreislauferkrankungen, Rückenleiden und – immer häufiger – psychische Leiden aus dem Berufsalltag gerissen. Ein verbreiteter Irrglaube geht davon aus, dass nur körperlich oder handwerklich tätige Personen eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit benötigen. Das ist ein Irrglaube! – Statistisch machen Probleme mit dem Rücken etwa 20 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit aus. Darüber hinaus werden zwischenzeitlich über 30 Prozent aller Leistungsanträge wegen psychischer Erkrankungen gestellt. Dazu gehören etwa Essstörungen, Depressionen oder Burnout. Krebs und andere bösartige Tumoren machen ebenfalls nicht Halt vor Akademikern und führen zu gut 15 Prozent aller Leistungsfälle. Das Unfallrisiko liegt bezogen auf die Gesamtzahl aller Leistungsfälle bei gerade einmal unter 10 Prozent, wobei vor allem junge Männer besonders risikoträchtig auffallen.

Sieht man einmal von den Ursachen einer Berufsunfähigkeit ab, so ist es sicher richtig, dass körperlich oder handwerklich Tätige ein höheres Risiko haben, berufsunfähig zu werden. Dabei wird aber übersehen, dass gerade Personen mit einem akademischen Abschluss meist überdurchschnittlich hohe Einkommen erzielen. Fällt nun dieses gewohnte Einkommen ganz oder teilweise weg, so sehen die Betroffenen oft ziemlich „alt“ aus. Die schicke Wohnung oder der aufwendige Lebensstil kann dann ebenso wenig weiter finanziert werden wie eine adäquate Altersversorgung bestritten werden kann. Wer sich in solch einem Fall auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente verlässt, verkennt die Realität. Zunächst einmal beträgt selbst die volle Erwerbsminderungsrente gerade einmal rund einem Drittel des zuletzt gezahlten Bruttoeinkommens.

Beispiel für einen BU-Leistungsfall mit 45 Jahren:
Bruttoeinkommen: 3.000 Euro monatlich
Nettoeinkommen: 2.165 Euro monatlich
Volle Erwerbsminderungsrente: ca. 910 Euro monatlich
Halbe Erwerbsminderungsrente ca. 455 Euro

Das ist zu viel zum Sterben und zum Leben zu wenig. Die volle Erwerbsminderungsrente erhält aber auch nur derjenige, der auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt – egal in welchem Beruf! – weniger als 3 Stunden am Tag einsetzbar ist. Auf den Beruf oder die erworbenen Qualifikationen kommt es dann nicht an. Wer immerhin 3 bis unter 6 Stunden am Tag irgendwo irgendwas arbeiten könnte, hat einen Anspruch auf eine halbe Erwerbsminderungsrente. Wer hier nicht privat vorgesorgt hat und sich auf einen nicht vorhandenen Berufsschutz verlässt, der muss sich auf ein Leben von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) einstellen. Für Akademiker mit oft besonders hohem Einkommen kann die „Fallhöhe“ damit besonders gravierend sein!

Weiter ist zu beachten, dass nicht alle Selbstständigen und Freiberufler Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung sind und im Zweifel gar keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente haben. Hinzu kommen Besonderheiten bei vielen Kammerberufen. So erhalten beispielsweise Ärzte meist nur dann eine Rente wegen Berufsunfähigkeit von der für sie zuständigen Ärztekammer, wenn sie vollständig berufsunfähig sind. Das bedeutet in der Praxis eine Rückgabe der Approbation, also die Berufsaufgabe!

Akademiker profitieren von günstigen BU-Prämien

Ein wichtiger Vorteil für akademische tätige Personen ist es, dass sie für einen bedarfsgerechten Schutz deutlich weniger Prämie aufwenden müssen als bestimmte andere Berufsgruppen. Sie profitieren davon, wenn Sie sich schon in jungen Jahren um einen geeigneten Berufsunfähigkeitsschutz kümmern. Wenn Sie erst warten, bis sich die ersten Krankheiten bereits eingestellt haben, kann es unter Umständen zu spät sein. Auch kommt es nicht selten schon in jungen Jahren zu einer überraschenden Berufsunfähigkeit durch z.B. Burnout, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Bandscheibenvorfälle, Unfälle oder Multiple Sklerose. Gerade wenn Sie viel verdienen, kann es sein, dass eine umfassende Absicherung über nur einen Versicherer nicht möglich oder sinnvoll ist. Deshalb stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung. Unsere Expertise verhilft Ihnen dazu, den optimalen Schutz zu gestalten.

Bedarfsgerechte Absicherung auch für Doktoranten und Jungakademiker

Rein statistisch gesehen sinkt das Risiko einer Berufsunfähigkeit mit einem höheren akademischen Grad. Versicherungen sehen eine Person in einer Bürotätigkeit als weniger gefährdet, als Personen in einem handwerklichen Beruf. In Kombination mit Faktoren, wie dem Alter und dem Gesundheitszustand, haben Jungakademiker, unmittelbar nach dem Studienabschluss, günstige Prämien zur Verfügung. In Zeiten der Globalisierung sind landesübergreifende Berufstätigkeiten keine Seltenheit mehr. Im Besonderen Jungakademiker arbeiten an ausländischen Universitäten und Instituten. Auch hier kann eine gezielte Vorsorge getroffen werden. Abhängig von Aufenthaltsort und Länge des Auslandsaufenthaltes, kann die BU-Versicherung entsprechend angepasst werden. So ist auch im Ausland ein umfassender Schutz gegeben.

Je später man sich versichert, umso höher die Einstiegsprämien und umso höher das Risiko einer möglichen Ablehnung. Eine bestehende Krankheit kann dazu führen, dass ein Versicherungsschutz nur schwer abzuschließen ist. Daher ist es durchaus sinnvoll, sich bereits während des Studiums mit einer BU-Versicherung zu versichern. Neben dem frühen Versicherungsschutz und den geringen Einstiegs-Prämien, können die Gesamtkosten der Versicherung gering gehalten werden. Erhalten Sie detaillierte Informationen zu diesem Bereich in unserem Artikel Berufsunfähigkeitsversicherung Studenten.

Verbeamtete Professoren und Berufsunfähigkeit

Professoren sind häufig im Beamtenstatus tätig. Kommt es hier zu einer Berufsunfähigkeit, spricht man von der sogenannten Dienstunfähigkeit. Nicht jeder Anbieter behandelt Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit gleich. Für Professoren im Beamtenstand ist es daher besonders wichtig, eine Dienstunfähigkeitsklausel im Vertrag zu haben. Ist diese vorhanden, so leistet der Versicherer auch, wird man als Beamter Dienstunfähig geschrieben.

Details kennen und wichtige Klauseln beachten

Um der Problematik Rechnung zu tragen, haben wir für Sie detailierte und umfangreiche Informationen zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherungauf censio zusammengestellt, denn es gibt einige Fallstricke bei der Auswahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten sind.

Es gibt weit über 100 BU-Versicherungen am Markt. In der Regel stellen diese gesonderte Tarife für Akademiker zur Verfügung. Diese können von Doktoranten, Jungakademikern und nicht-verbeamteten Professoren in Anspruch genommen werden. Dabei steht eine Reihe von Varianten zur Verfügung:

  • Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU)
  • Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte (DUZ)
  • In Kombination mit einer privaten Rentenversicherung
  • In Kombination mit einer Rürup Rente
  • In Kombination mit einer Risikolebensversicherung

Welche Variante für wen infrage kommt und welche Tarife damit verbunden sind, muss individuell bestimmt werden. Die Vor- und Nachteile der Auswahlmöglichkeiten werden im Beratungsgespräch ausführlich und detailliert erläutert. In unserem ausführlichen Ratgeber zum Thema Berufsunfähigkeit erfahren Sie alles Wissenswert zur Versicherung.

censio-Expertentipp:

Vergleichen Sie jetzt und profitieren Sie langfristig bei censio.de. – Akademiker wissen, nicht alle Versicherer sind gleich gut. Vielmehr kommt es auf die Qualität der Berufsunfähigkeitsbedingungen und nicht auf den Preis an. Deshalb kommen für Akademiker zur Absicherung gegen das Risiko Berufsunfähigkeit nur ausgewählte Berufsunfähigkeitsversicherer in Frage , denn die Entscheidung für die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung Akademiker hat langfristige Konsequenzen. Eine Orientierungshilfe im Dschungel der BU-Versicherer bietet der censio Versicherungsvergleich.

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Autor: censio.de am 27. Mai 2015 08:59, Rubrik: Berufsunfähigkeitsversicherung,

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