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censio im Gespräch mit Matthias Wiegel, Sales Director von Standard Life-Teil 1

Interview-Einleitung

Info – Standard Life:
1825 als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit in Edinburgh gegründet, ist Standard Life seit Juli 2006 an der Londoner Börse notiert. Das Unternehmen zählt zu den 25 größten Versicherern weltweit und liegt, bezogen auf die Nettoprämieneinnahmen, in Großbritannien auf dem zweiten Platz (Quelle: ABI, Association of British Insurers, 2004). Seit 1996 ist Standard Life auch mit einer deutschen Niederlassung in Frankfurt vertreten. Unter der Leitung des Geschäftsführers Bertram Valentin betreuen in Deutschland und Österreich aktuell 430 Mitarbeiter mehr als 400.000 Kunden. Mit gebuchten Bruttobeiträgen von 689,7 Millionen Euro Ende 2005 hat es die deutsche Niederlassung in nur 10 Jahren unter die Top 10 des deutschen Maklermarktes geschafft.

Schon immer war der deutsche Markt ein interessantes Ziel für ausländische Versicherer. Doch erst mit der Verabschiedung der Dritten Versicherungsrichtlinie am 29. Juli 1994 durch die Europäische Kommission durfte jede Versicherungsgesellschaft eines Mitgliedsstaates in jedem anderen Land der Europäischen Union ihre Produkte anbieten („European Passport“).
Seitdem sind eine Reihe ausländischer Unternehmen nach Deutschland gekommen. Zum Stichtag 30. September 2005 gab es bereits 843 ausländische Versicherungsgesellschaften in der Bundesrepublik; davon betrieben 85 ihr Geschäft über eine eigene Niederlassung, aber nur 16 von ihnen waren Lebensversicherer. Als Akteur der ersten Stunde hat das britische Versicherungsunternehmen Standard Life als wichtiger Produktinnovator den Wandel auf dem deutschen Markt von Beginn an grundlegend mitgestaltet. In diesem Jahr feiert es sein zehnjähriges Bestehen in Deutschland.

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums sprach censio.de mit Matthias Wiegel, Sales Director von Standard Life.

Herr Wiegel, als einer der ersten Anbieter führt Standard Life 1996 das britische Produktmodell „With Profits“ in einer auf den deutschen Markt zugeschnittenen Form in Deutschland ein. Wie funktionieren With Profits?

Grundprinzip der With Profits ist ein überschußberechtigter Vertrag. Ihm wird jährlich ein Bonus zugewiesen, der für ein Jahr im Voraus festgesetzt wird und ab der Zuweisung bis zum Ablauf des Vertrages garantiert ist. Weiteres Garantieelement: Eine zum Vertragsablauf garantierte Erlebensfallleistung. Ein wichtiges Kennzeichen der With Profits ist außerdem ein Glättungsverfahren (Smoothing), mit dem die Volatilität der für With-Profits typischen stark aktienorientierten Anlage ausgleichen werden kann. Während in Deutschland maximal 35% in Aktien angelegt werden dürfen, gibt es in Großbritannien keine quantitativen Grenzen für bestimmte Anlageklassen.

Mit dem zwischen Rendite und Sicherheit angesiedelten Produktkonzept hat Standard Life bei seinem Markteintritt die Lücke zwischen den in Deutschland angebotenen fondsgebundenen und klassischen Lebensversicherungen geschlossen. Wie sieht die Zukunft dieser Sparte aus?

Auch wenn es auf dem Markt mittlerweile eine ganze Reihe ähnlicher Angebote gibt: Unter den Produkten gibt es große Unterschiede. Die meisten Kunden nehmen diese Unterschiede aber gar nicht wahr, sondern achten allein auf hohe Renditeprognosen und Marketingaussagen. Hier sind die Vermittler stärker als in der Vergangenheit gefordert, die tatsächliche Qualität der Produkte zu prüfen und den Kunden entsprechend zu beraten. Für uns ist unser Kernprodukt FREELAX nach wie vor ganz klar die Qualitätsalternative zu klassischen Produkten auf dem Vorsorgemarkt.

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Autor: Udo Langkau am 25. Sep 2006 10:25, Rubrik: censio im Gespräch,

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