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Deutsche unterschätzen Risiko der Berufsunfähigkeit

Nicht nur die Gefahr der Berufsunfähigkeit wird in Deutschland falsch eingeschätzt , sondern auch die damit verbundene finanzielle Absicherung. So haben die meisten Bundesbürger keinen privaten Zusatzschutz der im Ernstfall ausreichen würde, Einkommensverluste auszugleichen.

Obwohl jeder Vierte in Deutschland im Laufe seines Lebens berufsunfähig wird, wird dieses Risiko ganz klar unterschätzt. Nur 24,1 Prozent aller Haushalte in Deutschland verfügen über eine Berufs- und Erbwerbsunfähigkeitsversicherung. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in seinem Jahrbuch 2009 und beruft sich dabei auf die Allensbacher Werbeträger Analyse. Die Mehrheit der Befragten hält laut dieser Umfrage zwar eine Absicherung für wichtig, ist aber dennoch nicht bereit, eine solche Versicherung abzuschließen.

Dabei sind hiervon alle Berufsgruppen vom Handwerker bis zur Büroangestellten betroffen. Denn die Hauptursachen für eine Berufsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen, Beschwerden des Herz-Kreislaufsystems sowie Krebsleiden. Was es heißt, dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt zu sein und als Folge entweder nur noch teilweise oder gar nicht mehr arbeiten zu können, können sich viele nicht vorstellen.

Zu optimistisch sind laut einer forsa-Umfrage auch die Erwartungen der staatlichen finanziellen Unterstützung bei einer Berufsunfähigkeit. So erhofft sich jeder Dritte in Deutschland bei einer dauerhaften Gesundheitsschädigung durch einen Unfall in der Freizeit eine finanzielle Unterstützung von der gesetzlichen Unfallversicherung. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) finden genau dort die meisten Unfälle statt. Was viele jedoch nicht wissen: Die gesetzliche Unfallversicherung greift lediglich bei Unfällen bei der Arbeit oder auf dem Weg zur oder von der Arbeitsstätte. Hier kann eine private Unfallversicherung Abhilfe schaffen. Diese zahlt im Schadenfall die vorher vereinbarte Versicherungsleistung. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Unfall während der Arbeit oder in der Freizeit passiert ist. Die Höhe der Zahlungen bemisst sich dabei nach der Schwere der dauerhaften Schädigung.

Auch hinsichtlich der zu erwartenden monatlichen Erwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit wiegen sich die Deutschen in trügerischer Sicherheit. Für die Jahrgänge ab 1961 wird eine staatliche Rente nur dann gezahlt, wenn die Arbeitnehmer (nur noch) weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können. Die volle Erwerbsminderungsrente liegt dabei nur noch bei 29 Prozent, die halbe sogar nur bei rund 15 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Die dadurch entstehende monatliche Versorgungslücke kann am Besten durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sinnvoll geschlossen werden. Da Vorerkrankungen zu Leistungsausschlüssen und Absagen führen können, ist es wichtig, die Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst früh abzuschließen, um dadurch auch im Ernstfall geschützt zu sein. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

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Autor: lexisnexis am 23. Feb 2010 13:45, Rubrik: Berufsunfähigkeitsversicherung,

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