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Hausratversicherung: Unterversicherungsverzicht verhindert Enttäuschungen

Die Hausratversicherung ist für etwa 75 % der Deutschen ein Muss . Tritt der Schadenfall ein, kann dies für Versicherungsnehmer unangenehme Folgen haben, wenn sie feststellen, dass der Versicherer wegen einer Unterversicherung den Schaden nur anteilig übernimmt. Die Einbeziehung eines Unterversicherungsverzichts kann bei diesem Problem Abhilfe schaffen.

Die Hausratversicherung greift immer dann, wenn ein Schaden durch eine bestimmte versicherte Gefahr hervorgerufen wurde. Der Versicherungsschutz umfasst dabei Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser oder Sturm. Der versicherte Hausrat erstreckt sich von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten wie Laptop und Digitalkamera. Im Schadenfall wird anders als bei der Haftpflichtversicherung der Wiederbeschaffungspreis des Hausrats ersetzt und nicht der Zeitwert. Die Höhe der Versicherungssumme bleibt grundsätzlich dem Versicherten überlassen. Stimmen im Schadenfall der ermittelte Wert der beschädigten Gegenstände und die vereinbarte Versicherungssumme überein, erhält der Versicherte seinen Schaden zu 100 % erstattet. Wer weniger als den tatsächlichen Wert seines Hausrats versichert, ist dagegen unterversichert und bekommt vom Versicherer den Schaden nur anteilig ersetzt. Tritt der Versicherungsfall ein, erfolgt die Berechnung der Entschädigung nach dem Verhältnis der Versicherungssumme zum Versicherungswert.

Ein Beispiel: Der Hausrat eines Versicherungsnehmers hat einen tatsächlichen Wert von 50.000 EUR, versichert wurde aber nur eine Versicherungssumme von 30.000 EUR. In diesem Fall müsste der Versicherer den Schaden nur zu 60 erstatten, da im Verhältnis zum tatsächlichen Versicherungswert eine Unterversicherung um 40 besteht. Um eine solche Unterversicherung zu verhindern, sollte der Versicherte den Wert seines Hausrats vor dem Abschluss einer Hausratversicherung prüfen und ggf. bei Wertänderungen während der Vertragslaufzeit (z.B. durch Neuanschaffungen) die Versicherungssumme regelmäßig anpassen.

Wer den aktuellen Wert seines Hausrats nicht immer im Blick hat, sollte mit seinem Versicherer einen sog. „Unterversicherungsverzicht“ vereinbaren. Im Leistungsfall erhält der Versicherte somit die volle Schadensumme ersetzt, unabhängig vom tatsächlichen Wert des Hausrats. Diese Klausel kann nur unter der Voraussetzung einer Mindestversicherungssumme abgeschlossen werden. Sie wird meist pauschal berechnet und liegt bei etwa 600 bis 700 EUR pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Vereinbarung eines Unterversicherungsverzichts kann sich für einen Versicherten dann auszahlen, wenn der Wert des Hausrats in einem angemessenen Verhältnis zu der Pauschalzahlung steht. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

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Autor: lexisnexis am 21. Apr 2010 16:12, Rubrik: Hausratversicherung,

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