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Homejacking

Über Einbruch zum Autoschlüssel: „Home Jacking“

Deutschland kann aufatmen: Die Tendenz gemeldeter Autodiebstähle ist seit Jahren fallend. Denn die Wagen sind immer häufiger per elektronischer Wegfahrsperre geschützt. Damit die Diebe dennoch Beute machen können, erfreut sich bei ihnen eine neue Strategie hoher Popularität: Home Jacking. Indem sie in Wohnungen und Häuser einbrechen, gelangen sie auch an die Schlüssel des vor dem Haus geparkten Kfz. Dennoch können sich Fahrzeugbesitzer vor einem derartigen Coup schützen.

Das Phänomen Home Jacking ist der Kriminalpolizei nicht unbekannt: des Nächtens nehmen die Straftäter vor allem frei stehende Häuser ins Visier, vor allem wenn diese in einer gehobenen Wohnlage gelegen sind und eine gute Autobahnanbindung bieten. Ihre Beute sind die Autoschlüssel und Fahrzeugpapiere der Bewohner. Und da ihre Opfer meist ähnliche Lebensgewohnheiten pflegen, wird den Dieben die Tat nur erleichtert: Denn häufig ist der gewünschte Wagenschlüssel bereits im Flur zu finden.

Tipp: Polizei anrufen und Einbruch zum Versicherungsanspruch belegen lassen

Home Jacking stellt eine neue Form des Wagendiebstahls dar, für die Kfz-Versicherer hohe Summen zu zahlen haben. Die Anzahl der Straftaten steigt an. Häufig werden begehrte Luxusfahrzeuge gestohlen – daraus resultieren große Schäden. Die Teilkaskoversicherungen der beraubten Fahrzeughalter zahlen für den Diebstahl des Autos. Allerdings sollten die Versicherungsnehmer ihre Sorgfaltspflichten erfüllen, um Ersatzansprüche nicht aufs Spiel zu setzen. Ergo: Sowohl Wohnung als auch Auto sind gewissenhaft zu verschließen. Der Geschädigte hat in jedem Fall den Einbruch nachzuweisen. Opfern eines Home Jackings sei angeraten entstandene Ein- und Aufbruchspuren unverändert zu lassen und sofort den Polizeinotruf zu wählen. Die polizeiliche Spurensicherung nimmt das Delikt ordnungsgemäß auf.
Ferner rät die Kripo äußerste Vorsicht zu bewahren, sofern Einbrecher auf frischer Tat ertappt werden. Denn oftmals sind die Täter keine Einzelgänger, sondern Teil größerer Banden. Außerdem ist das Maß an krimineller Energie und die Gewaltbereitschaft als äußerst hoch einzustufen, insbesondere sobald die Einbrecher in ihrem Rückzug gestört werden. Sobald Sie einen Dieb in Ihrem Haus vermuten, sollten Sie sich einschließen, sich ruhig verhalten und wenn möglich die Polizei telefonisch alarmieren – Ihre persönliche Sicherheit übersteigt jeden Sachwert.

Neuerdings ist neben dem Home Jacking auch das Car Jacking aufgefallen. Auf offener Straße werden hierbei die Fahrer zum Verlassen ihres Fahrzeugs gezwungen. Allerdings ist diese Diebstahlform in Deutschland nur selten vorzufinden.

Die Kripo rät – Tipps für den Schutz vor einem Autodiebstahl

  • Mit einer Alarmanlage o. ä. das Haus gegen Einbruch absichern. Des Nächtens wie auch bei
    Abwesenheit alle Türen und Fenster verriegeln – nicht ankippen.
  • Fahrzeugpapiere kopieren, Kopien getrennt von Schlüsseln und Fahrzeug aufbewahren.
  • In keinem Fall Wertgegenstände, Gepäck oder gar Originalpapiere unbeobachtet im Auto
    liegen lassen. Ferner es möglich ist, auch das Radio sowie ggf. mobile Navigationsgeräte bei
    Verlassen mit aus dem Wagen nehmen, bzw. durch ein Passwort sichern.
  • Soweit keine elektrische Wegfahrsperre vorhanden, Lenkradkralle benutzen.
  • Wenn möglich das Kfz in einer Garage parken – nicht an dunklen, unbelebten Straßenrändern.
  • Risiko Tankstelle: Vor dem Kassengang Auto abschließen.
  • Schnelles Handeln bei einem Diebstahl des Autoschlüssels. Bei vielen Modellen kann der
    gestohlene Schlüssel über eine Fachwerkstatt gesperrt werden.

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Autor: Udo Langkau am 9. Feb 2008 11:25, Rubrik: Autoversicherung,

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