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Immobilienschaden durch Brand auf Nachbargrundstück

Wird eine Immobilie aufgrund von Einwirkungen beschädigt, die vom Nachbargrundstück ausgehen, steht dem Geschädigten ein nachbarrechtlicher Ausgleich zu. Wird eine Immobilie aufgrund von Einwirkungen beschädigt, die vom Nachbargrundstück ausgehen, steht dem Geschädigten ein nachbarrechtlicher Ausgleich zu.

Schuldner des Ausgleichsanspruchs ist diejenige Person, die die Nutzungsart des Grundstücks bestimmt, von dem die Beeinträchtigung ausgeht. Das kann der Eigentümer, aber auch ein sonstiger Dritter, wie etwa der Mieter oder der Pächter, sein. Voraussetzung ist, dass er die Störereigenschaft im Sinne des § 1004 Absatz 1 BGB hat.

Eine solche Störereigenschaft ist gegeben, wenn eine Verpflichtung zur Verhinderung möglicher Beeinträchtigungen des Nachbarn besteht. Im vorliegenden Fall hatte ein Bettelement mit Elektromotor, das aus ungeklärter Ursache Feuer gefangen hat, den Brand verursacht.

Die Richter des Bundesgerichtshof entschieden, dass diejenige Person, die die Sache genutzt hat (hier: Ehefrau des Hauseigentümers), als eintrittspflichtiger Störer haftbar ist (BGH, 01.04.2011 – V ZR 193/10).

Aus diesem Grund wurde dem Gebäudeversicherer des geschädigten Gebäudes aus übergegangenem Recht ein nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch gegen die Ehefrau des Eigentümers des Nachbargrundstücks zugesprochen. [Quelle: Wolters Kluwer Deutschland Information Services GmbH]

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Autor: wolterskluwer am 29. Jun 2011 12:37, Rubrik: Versicherungsrecht,

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