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Kfz Versicherer setzen auf Werkstattnetze

Viele deutsche Versicherer wollen ihr Schadenmanagement in der Kfz Versicherung zukünftig immer stärker auf eigene Werkstattnetze stützen – und so von niedrigeren Reparaturkosten profitieren. Dies hat das Beratungsinstitut Steria Mummert Consulting im aktuellen „Branchenkompass 2008 Versicherungen“ herausgefunden.
Im Sommer 2008 führte das Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut eine Branchen-Umfrage durch. 100 Entscheider von 100 deutschen Versicherungsgesellschaften wurden hierfür zu ihren Investitionszielen und ihrer strategischen Marktpolitik bis 2011 befragt.

Die Strategie vieler Kfz-Versicherer: In den kommenden Jahren wollen sie die Kooperationen mit festen Werkstatt-Partnern aus- und sich so ein eigenes festes Werkstattnetz aufbauen. Rund ein Drittel der befragten Manager sieht in eigenen Werkstattnetzen großes Zukunftspotenzial. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage hat diese Strategie unter den Entscheidern damit deutlich an Zustimmung gewonnen. Und die Versicherer wollen Taten folgen lassen: Jede dritte Kfz-Assekuranz plant einen konkreten Ausbau des eigenen Werkstattnetzes bis 2011. Zusätzliche Assistance-Dienstleistungen sollen die Marktposition ebenfalls wesentlich verbessern. Insgesamt rund zwei Drittel der befragten Versicherer streben weitere Kooperationen mit Assistance-Dienstleistern an. Unfallhilfe vor Ort, eine Nachbetreuung bei der Bewältigung des Alltags oder anderweitige Hilfe für geschädigte Kunden – die Palette an vorstellbaren Assistance-Leistungen ist breit.

Vor allem das strategische Konzept hinter gut ausgebauten Werkstattnetzen leuchtet ein: Der Versicherer lässt sämtliche Schäden von Versicherungskunden über feste Kfz-Werkstattbetriebe abwickeln. Durch die vertraglichen Kooperationen und Bindungen an ausgewählte Betriebe lassen sich die Reparaturkosten deutlich senken. Des Weiteren lässt sich durch die fixe Zusammenarbeit mit Werkstätten die Qualität der Reparaturen leichter überprüfen und gewährleisten.

Von sinkenden Kosten und damit verbunden niedrigeren Prämien profitiert nicht zuletzt der Kunde. Und eben dieser scheint der neuen Strategie der Versicherungsunternehmen nicht abgeneigt zu sein: Mittlerweile wäre es für rund ein Drittel der Autofahrer in Deutschland kein Problem mehr, auf die freie Werkstattwahl zu verzichten und den festen Vertragspartner des eigenen Kfz-Versicherers aufzusuchen. Ein weiterer Vorteil liegt hier in der vereinfachten und vor allem schnelleren Schadenabwicklung, da eine Werkstatt den kompletten Service übernimmt und den Schaden aufgrund der festen Zusammenarbeit mit dem Versicherer wesentlich leichter und effizienter abwickeln kann. Vorreiter in der Kfz-Branche sind vor allem kleinere Assekuranzen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern: Hier wollen 35 % in den kommenden drei Jahren ihr Werkstattnetz erweitern. Bei den großen Versicherungsunternehmen plant lediglich ein Viertel ähnliche Schritte.
[Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

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Autor: lexisnexis am 12. Nov 2008 18:43, Rubrik: KFZ-Versicherung,

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