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Rendite von Lebensversicherungen soll transparenter werden

Für potenzielle Kunden von Lebensversicherungen ist die Auswahl des richtigen Produktes häufig kompliziert – denn das Angebot ist riesig und die Produkte regelmäßig nur schwer vergleichbar. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft empfiehlt seinen Mitgliedsunternehmen daher, ihre Produkte künftig mit einer sogenannten Kosten- und Leistungsdarstellung zu versehen. Dadurch sollen Vergleichbarkeit und Transparenz erhöht werden.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) mit Sitz in Berlin – die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland – hat am 19. Januar in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass er gegenüber seinen 464 Mitgliedsunternehmen die Empfehlung ausgesprochen hat, Lebensversicherungsprodukte künftig mit einer „Kosten- und Leistungsdarstellung“ zu versehen, die den Einfluss der Kosten – mittels einer Gesamtkostenquote – auf die Wertentwicklung zeigt. Dadurch sollen insbesondere die zu erwartenden Renditen nach Abzug der Kosten des Vertrages transparenter werden. Für den Kunden wäre ein Vergleich verschiedener Produkte damit wesentlich leichter. Ziel des GDV ist es, zu einer anbieterübergreifenden Vergleichbarkeit von Altersvorsorgeprodukten zu kommen.

Bereits seit Inkrafttreten der Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-InfoV) im Jahr 2008 sind Lebensversicherer verpflichtet, dem Versicherungsnehmer vor Vertragsschluss die Abschluss- und sonstigen Kosten in Euro anzugeben. Auch eine sogenannte Modellrechnung, bei der die mögliche Ablaufleistung unter Zugrundelegung der Rechnungsgrundlagen für die Prämienkalkulation mit drei verschiedenen Zinssätzen dargestellt wird, hat der Versicherer dem potenziellen Kunden vorzulegen.

Der Vorschlag des GDV geht nun über diese ohnehin schon vorgeschriebenen Informationspflichten hinaus, indem er Kosten und Rendite quasi miteinander verknüpfen möchte. Denn ein Produktvergleich allein auf Kostenbasis greife zu kurz, so der GDV. Die zu erwartende Rendite eines Lebensversicherungsproduktes sei für den Kunden eine ebenso relevante Entscheidungsgröße – diese ist aber letztlich auch an die Kosten für den Abschluss des Vertrages gekoppelt. Daher sollten die Lebensversicherer nach dem Vorschlag des GDV künftig darstellen, wie sich die Gesamtheit aller Kosten, die bei einer Lebensversicherung anfallen, prozentual auf die Rendite auswirkt. Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung, sieht in dem Ziel, Kunden die Rendite der klassischen Lebensversicherung nach Abzug der Kosten transparent zu machen, die Möglichkeit für eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Altersvorsorgeprodukten, wie Fonds oder Banksparplänen – zugunsten der Lebensversicherungsprodukte, deren Rendite nachwievor attraktiv sei. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

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Autor: lexisnexis am 24. Jan 2011 16:08, Rubrik: Private Rentenversicherung,

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