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Weniger Unfälle durch Notbremsassistenten

Jede Minute kommt es auf deutschen Straßen zu Verkehrsunfällen. Allein von Januar bis November 2007 ereigneten sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 1,8 Millionen Unfälle mit Sachschaden. Die Zahl der Zusammenstöße mit Personenschaden lag bei 312.600. Der Einbau von Notbremsassistenten kann die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern.

Bei aktuellen Fahrversuchen stellte die Unfallforschung der Versicherer fest, dass die bereits auf dem Markt befindlichen radarbasierten Notbremssysteme dazu beitragen können, 5 bis 10 der Unfälle zu verhindern. Bei Bremsassistenten der kommenden Generation, die etwa ab dem Jahr 2010 erhältlich sein werden, würde sogar eine Quote von 15 erreicht werden können, so Siegfried Brockmann, Leiter der UDV. Gemeinsam mit dem britischen Partnerinstitut „Thatcham“ untersuchte die UDV Systeme verschiedener Autohersteller, deren Bremsassistenten in ihrer Funktion unterschiedlich ausgestaltet waren. So arbeiteten die Systeme z.B. in verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen. Während ein System nur bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h arbeitete, waren andere Systeme sogar bei einem Tempo bis zu 200 km/h funktionsbereit. Zudem brachten die Assistenten nicht immer die volle Bremskraft auf. Einerseits bremsten die Systeme nur mit einer Teilkraft und leiteten die Vollbremsung erst dann ein, wenn auch der Fahrer durch Betätigen des Pedals reagierte. Andererseits arbeiteten die getesteten Bremsassistenten mehrstufig. Nach einer ersten Warnung reagierte das System mit einer Teilbremsung, wenn der Fahrer nicht selbst bremste. Löste der Fahrer auch dann noch keine Vollbremsung aus, so baute das System den ganzen Bremsdruck auf.

Bei den Fahrerassistenzsystemen müssten jedoch weitere Unterschiede beachtet werden, so der UDV. Der Autofahrer habe die Wahl zwischen Systemen, die beim Betrieb des PKW einen zusätzlichen Komfort bieten und den Fahrer entlasten oder denen, die rein der Sicherheit dienen. Während die reinen Sicherheitssysteme, die Grundlage der Untersuchungen waren, eher im Hintergrund arbeiten und nur im Ernstfall reagieren, könnten informative Fahrerassistenzsysteme den Fahrer ablenken oder überfordern.

Durch den Einbau von Notbremsassistenten lassen sich nach Einschätzung der UDV sowohl leichte Verletzungen der Halswirbelsäule als auch Blechschäden in Millionenhöhe vermeiden. Deshalb sei wünschenswert, dass sowohl die Anzahl der Fahrzeuge, die mit einem solchen System ausgestattet werden, zunimmt, gleichzeitig aber auch die Entwicklung komplexerer Systeme weiter fortschreitet. [Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH]

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Autor: lexisnexis am 20. Feb 2008 20:32, Rubrik: KFZ-Versicherung,

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