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Berufsunfähigkeitsversicherung

Sichern Sie mit der Berufsunfähigkeitsversicherung Ihre Arbeitskraft finanziell ab

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen.
25% aller Berufstätigen werden vor dem Renteneintritt berufsunfähig. Das Risiko, berufsunfähig zu werden, wird allerdings nach wie vor unterschätzt. Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung sichern Sie sich ein monatliches Einkommen.

Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Festes Einkommen bei Berufsunfähigkeit
  • Günstige und kundenfreundliche Tarife
  • Versicherungsschutz gegen Krankheit und Unfall
  • Vergleichen und bares Geld sparen

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Ihre Arbeitskraft ist Ihr wichtigstes Kapital

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind Sie finanziell versorgt, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im gewohnten Beruf arbeiten können. Die Kosten sind überraschend gering – vor allem, wenn Sie frühzeitig einsteigen und noch keine Vorerkrankungen mitbringen. Ihre private Berufsunfähigkeitsrente muss hoch genug sein, um den Einkommensausfall auszugleichen, der Ihnen im Ernstfall droht. Wir von Censio vergleichen die Angebote für Sie und zeigen Ihnen, welche Berufsunfähigkeitsversicherung optimal zu Ihren persönlichen Bedürfnissen passt.

Warum brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung braucht jeder, der noch nicht ausreichend privat vorgesorgt hat. Die staatliche Rente reicht in den seltensten Fällen aus, denn Berufsunfähigkeit ist schon seit Jahren nicht mehr Teil der gesetzlichen Absicherung. Wer wegen Erkrankung oder Unfall nicht mehr arbeiten kann, bekommt nur noch eine magere Erwerbsminderungsrente, die zum Leben heute kaum noch ausreicht. Besonders wichtig ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn Sie als Hauptverdiener finanzielle Verantwortung für Ihre Familie tragen. Auch der Partner, der sich um Haushalt und Kinder kümmert, profitiert von einer eigenen Berufsunfähigkeitspolice – denn wenn er gesundheitsbedingt ausfällt, gerät oft die ganze Familie in finanzielle Bedrängnis. Übrigens können Sie den Berufsunfähigkeitsschutz schon während der Berufsausbildung abschließen, der Beitrag ist dann über die gesamte Laufzeit besonders günstig. Dringend zu empfehlen ist die Berufsunfähigkeitsversicherung auch beruflich Selbstständigen, die oft gar nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen und keinerlei Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente haben.

Was leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie beruhigt in die Zukunft sehen, denn der Versicherer zahlt Ihnen eine feste monatliche Rente, sobald Sie berufsunfähig werden. Der Anspruch erlischt erst, wenn Sie wirklich gesund werden und wieder arbeiten können. Die Höhe Ihrer Berufsunfähigkeitsrente können Sie bei Vertragsabschluss vereinbaren. Oft werden Sie im Ernstfall nur teilweise berufsunfähig, die meisten Anbieter gewähren die vereinbarte Rente deshalb schon ab einer Berufsunfähigkeit von 50 %. Bei einigen Versicherern können Sie sogar eine gestaffelte Rente nach Schwere der Erwerbsminderung absichern. Der Versicherer hilft Ihnen beim Wiedereinstieg ins Arbeitsleben, zum Beispiel durch Planung von Reha-Maßnahmen, durch behinderungsgerechte Umgestaltung Ihres Arbeitsplatzes und je nach Tarif sogar mit einer Einmalzahlung bei Ablauf einer zeitlich begrenzten Berufsunfähigkeit. Wichtig zu wissen: Die Beiträge zu Ihrem BU-Schutz können Sie als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen.

Wie hoch sollte meine Berufsunfähigkeitsrente sein?

Ihre private Berufsunfähigkeitsrente muss hoch genug sein, um den Einkommensausfall aufzufangen, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. Die Höhe Ihrer Berufsunfähigkeitsrente sollte sich deshalb an Ihrem Nettoeinkommen orientieren und die Versorgungslücke zwischen aktuellem Gehalt und gesetzlichem Rentenanspruch schließen. Faustregel: Sichern Sie mindestens 80 % Ihres Nettoeinkommens ab, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können – gerne beraten wir Sie auch persönlich. Besonders wichtig: Als Selbstständiger haben Sie oft gar keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. In diesem Fall tun Sie gut daran, Ihr Einkommen in voller Höhe durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern. Sowohl für Arbeitnehmer wie für Selbstständige gilt: Wenn Sie bei Abschluss Ihres Vertrages eine so genannte Dynamik vereinbaren, erhöhen sich Beitrag und die Versicherungsleistungen jährlich, dann wächst der Versicherungsschutz automatisch mit Ihrem Einkommen.

Worauf muss ich beim Abschluss meiner Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Versichern Sie unbedingt eine ausreichende Berufsunfähigkeitsrente, um Ihre Versorgungslücke im Ernstfall zu schließen, achten Sie aber auch auf faire Vertragsbedingungen. Ihre Police darf keinesfalls eine „abstrakte Verweisklausel“ im Kleingedruckten verstecken – andernfalls kann der Versicherer die Leistung verweigern, falls Sie trotz Berufsunfähigkeit noch in irgendeiner Tätigkeit einsetzbar wären, sei es auch nur theoretisch. Der Versicherer sollte ohne wenn und aber zahlen, wenn Sie für voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen außer Stande sein werden, im zuletzt ausgeübten Beruf zu arbeiten. Er sollte die Rente rückwirkend ab dem Tag gewähren, an dem ein Arzt Ihre Berufsunfähigkeit zweifelsfrei feststellt – das macht finanziell einen wichtigen Unterschied, wenn Sie sich verspätet beim Versicherer melden, weil Sie wegen Ihrer Gesundheitsprobleme gerade andere Dinge im Kopf haben als Ihre Versicherungspolicen. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Vertrag bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren läuft, damit Ihre finanzielle Versorgung lückenlos gewährleistet ist, das empfehlen die Censio-Vorsorgeexperten.

Warum nimmt der Versicherer eine Risikoprüfung vor?

Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsvorsorge beantragen, müssen Sie Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand sowie zu beruflichen und privaten Risiken beantworten. Das macht Sinn, denn als Mitglied der Versichertengemeinschaft wollen Sie keine Hochrisiko-Kunden mitfinanzieren, die wegen eines besonders gefahrenträchtigen Berufs den allgemeinen Versicherungsbeitrag unnötig erhöhen. Bei Vorerkrankungen müssen Sie deshalb mit einem Risikozuschlag auf die Prämie rechnen. Das gilt auch, wenn Sie ein Hobby mit besonders großer Verletzungsgefahr betreiben – etwa als Motorsportler, Taucher oder Kletterer, denn auch in diesem Fall ist Ihr Risiko statistisch deutlich höher, berufsunfähig zu werden. Durch die Beitragsdifferenzierung nach Gefahrenklassen kann der Versicherer günstige Beiträge für BU-Versicherte ohne besondere Risiken gewährleisten.

censio-Expertentipp:

Machen Sie bei Abschluss Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt richtige und vollständige Angaben zu Beruf, Vorerkrankungen und riskanten Hobbys. Wenn Sie Risiken verschweigen, ist die Gefahr groß, im Schadenfall leer auszugehen.

Was bedeutet „Nachversicherungsgarantie“?

Oft ist es sinnvoll, die private Berufsunfähigkeitsrente im Laufe des Lebens nach oben anzupassen – zum Beispiel wenn Sie heiraten, wenn Kinder geboren werden, wenn Ihr Einkommen steigt oder wenn Sie in die berufliche Selbstständigkeit wechseln. Sofern Ihr BU-Tarif eine Nachversicherungsgarantie enthält, können Sie Ihren Versicherungsschutz erhöhen, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich wird. Neu hinzugekommene Erkrankungen und Gesundheitsrisiken darf der Versicherer dann nicht von der Höherversicherung ausschließen, so dass der Deckungsumfang Ihrer Berufsunfähigkeitspolice auch für die neu vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente voll erhalten bleibt. Die Nachversicherungsmöglichkeit ohne erneute Gesundheitsprüfung ist vor allem für jüngere Menschen wichtig, weil der Bedarf an finanzieller Absicherung oft mit dem Alter steigt.

Wie finde ich die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung?

Mit einer Berufsunfähigkeitspolice sichern Sie Ihre finanzielle Existenz im Krankheitsfall ab. Sie wollen nicht zuviel Geld für Ihren Berufsunfähigkeitsschutz zahlen und sich ein Angebot mit erstklassigen Leistungen sichern? Auch wenn Sie schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung besitzen, lohnt sich oft der Anbieterwechsel, wenn Sie sich günstigere Preise und bessere Leitung sichern wollen. Schauen Sie bei der Wahl des richtigen Tarifs genau hin – nicht jede Berufsunfähigkeitsversicherung ist günstig und gleichzeitig kundenfreundlich. Wir von Censio sagen Ihnen, welcher Berufsunfähigkeitsschutz wirklich preiswert ist und optimal zu Ihrem Vorsorgebedarf passt. Nutzen Sie unseren Ratgeber, unser Lexikon und unsere Vergleichsrechner. Gerne beraten wir Sie auch persönlich am Telefon, per E-Mail oder per Online-Meeting.

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  • Professionelle Schadenabwicklung

Highlights zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

  • kostenloser Versicherungsvergleich
  • nur 5-Sterne-BU-Versicherer
  • Versicherungsschutz gegen Krankheit und Unfall
  • Kundenfreundliche Bedingungen
  • Verzicht auf Abstrakte Verweisung
  • Prognose „voraussichtlich 6 Monate berufsunfähig“ ausreichend
  • Rückwirkende Leistung in den ersten 6 Monaten
  • Leistung immer ab Eintritt der Berufsunfähigkeit
  • Umfangreiche Nachversicherungsgarantien
    [© Copyright bei censio.de | 15.06.2006| ]

Von der staatlichen Rente können Sie nicht leben

Immer mehr Menschen scheiden wegen Gesundheitsproblemen vorzeitig aus dem Beruf aus. Die wichtigsten Ursachen sind seelische Störungen, Gelenk- und Rückenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs. Rund 25 % aller Berufsunfähigen sind jünger als 45 Jahre und müssen 20 Jahre oder mehr bis zum regulären Rentenalter überbrücken. Doch die gesetzliche Absicherung bei Berufsunfähigkeit ist schlecht: Wenn Sie ab 1961 geboren sind, bekommen Sie die magere Erwerbsminderungsrente nur noch, sofern Sie gar keiner Tätigkeit mehr nachgehen können – und das ist selten der Fall.

Schützen Sie sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Ohne private Absicherung droht Ihnen oft der Gang zum Sozialamt. Der Berufsunfähigkeitsschutz zählt deshalb zu den wichtigsten Absicherungen überhaupt. Gute Versicherer zahlen Ihnen die volle Monatsleistung bereits, wenn Sie zu 50 % berufsunfähig werden. So können Sie im Ernstfall Ihren Lebensunterhalt weiter selbst bestreiten und Ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen, auch wenn Sie nicht mehr arbeiten können und kein Geld mehr verdienen. Die Höhe Ihrer Berufsunfähigkeitsrente bestimmen Sie bei Vertragsabschluss selbst. Wenn Ihre finanziellen Bedürfnisse steigen, können Sie Ihren Berufsunfähigkeitsschutz auch später noch problemlos anpassen.

Mit dem censio-Vergleich versichern Sie sich gut und günstig!

Beiträge und Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheiden sich je nach Anbieter erheblich. Mit einem wirklich guten Versicherer sparen Sie Monat für Monat bares Geld und sichern sich erstklassigen Berufsunfähigkeitsschutz. Wir kennen den Markt genau und vergleichen für Sie zahlreiche Tarife. So sind Sie garantiert gut und günstig abgesichert!

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für jeden ein Muss!

Berufsunfähigkeitsversicherung – FAQ – Häufige Fragen

Fragen und Antworten rund um die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Sicherung Ihrer Existenz – kann es Wichtigeres geben? Denn Ihr größtes Kapital sind immer noch Sie selbst. Zukunftsfähig sind Sie nur dann, wenn Ihre Gesundheit und damit Ihre Arbeitskraft erhalten bleiben. Doch leider werden viele Berufstätige in Deutschland überraschend berufsunfähig und können ihren Beruf nicht mehr ausüben – und zwar noch vor dem Renteneintritt! Denn vor Krankheit oder Unfällen ist niemand gefeit. Sicherheit vor diesem Risiko bietet die private Berufunfähigkeitsversicherung.

Doch wie genau kann die Berufunfähigkeitsversicherung helfen? Wie weit reicht ihr Schutz? Wann gilt man als berufsunfähig? Wir liefern Ihnen die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Berufunfähigkeitsversicherung. In unserem Berufsunfähigkeitsversicherung Lexikon werden zudem die Fachbegriffe und Definitionen aus dem Bereich Berufsunfähigkeit ausführlich erklärt.

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Berufsunfähigkeitsversicherung – Fragen und Antworten ( FAQ )

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Welche Ursachen müssen zu einer Berufsunfähigkeit (BU) geführt haben?

Welche Ursachen müssen zu einer BU geführt haben ?

Es ist entscheidend für die Feststellung der Berufsunfähigkeit, dass die Berufsausübung durch Verletzung, Krankheit oder Kräfteverfall beeinträchtigt ist. Der dem entsprechende Gesundheitszustand bzw. die funktionellen körperlichen Beeinträchtigungen müssen von den behandelnden Ärzten durch Atteste nachweisbar, d. h. medizinisch objektiviert sein.

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Bedeutet eine gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit (AU) gleichzeitig auch eine Berufsunfähigkeit (BU)?

Unterschiede bei AU und BU beachten

Nein, AU und BU sind nicht das Gleiche. Genauer gesagt handelt es sich um zwei verschiedene Arten einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, die sich typischerweise auch gegenseitig ausschließen. Die Arbeitsunfähigkeit ist ein arbeits- und krankenversicherungsrechtlicher Fachbegriff, bei dem grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass die Beeinträchtigung nur vorübergehend ist und der Geschädigte in absehbarer Zeit wider die Arbeitsfähigkeit erlangt.

Von einer Berufsunfähigkeit hingegen ist die Rede, wenn nach Attestierung durch einen Arzt der körperliche und geistige Zustand bzw. die verloren gegangenen Fähigkeiten in einem bestimmten, den BU-Bedingungen gemäßen Zeitraum nicht wieder hergestellt werden kann. Daher beinhaltet eine ärztlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit (der sogenannte „gelbe Schein“) nicht automatisch auch die Bescheinigung für eine Berufsunfähigkeit. Das heißt jedoch nicht, dass die zur Arbeitsunfähigkeit führenden Beeinträchtigungen der Gesundheit nicht zugleich auch Ursache einer den Bedingungen entsprechenden Berufsunfähigkeit sein könnten. Wenn Sie also einmal davon ausgehen müssen, über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten ohne Unterbrechung arbeitsunfähig zu bleiben, dann sollten Sie bei Ihrem Versicherer vorsorglich auch Ansprüche wegen Berufsunfähigkeit anmelden und hierfür die erforderlichen Nachweise liefern.

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Wer ermittelt den Grad der Berufsunfähigkeit und nach welchen Kriterien geschieht dies?

Das konkrete berufliche Belastungsprofil ist entscheidend

Der Grad einer BU muss mind. 50% (entspricht dem tariflichen Standard) oder mind. 75% (als Option bei Abschluss eines Vertrags) betragen. Der jeweils geltende BU-Mindestgrad ist stets in der Versicherungspolice dokumentiert. Zwingend erforderlich für die Feststellung des BU-Grades ist eine möglichst gründliche Klärung der Frage, wie sehr sich die vom Arzt nachgewiesene Beeinträchtigung der Gesundheit auf die Fähigkeit des Versicherungsnehmers zur Ausübung seines Berufes auswirkt. Dabei muss auch berücksichtigt werden, in welchem Umfang die den Beruf prägenden Hauptaufgaben und Haupttätigkeiten von den Auswirkungen betroffen sind und welche Nebentätigkeiten ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen sein könnten. Dazu muss also sein konkretes berufliches Belastungsprofil bekannt sein, mit allen Einzelanforderungen und Einzeltätigkeiten. Erst dann können die gesundheitlichen Beeinträchtigungen jeder einzelnen Tätigkeit, Anforderung und Aufgabe zugeordnet werden.

Zwangsläufig verlässlich führt die auf diese Art und Weise festgestellte Beeinträchtigung zu einem Gesamtbild der Einschränkungen bei der Ausübung der beruflichen Tätigkeit und damit zu dem für den Versicherungsnehmer geltenden Grad der Berufsunfähigkeit. Der BU-Grad selbst wird jedoch nicht von den behandelnden Ärzten ermittelt, da diese die Details der beruflichen Anforderung ihrer Patienten erfahrungsgemäß meist nicht kennen. Sie verfügen demzufolge auch nicht über die nötigen Kenntnisse für eine sachgerechte Zuordnung der gesundheitsbedingten Funktionseinbußen in Anbetracht der einzelnen Berufsbilder und somit für eine zuverlässige Bestimmung des Berufsunfähigkeitsgrades. Daher sind es die Versicherungsgesellschaften, die unter Berücksichtigung der ihnen bekannten gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der ihnen im Einzelnen belegten beruflichen Anforderungsprofile den Grad der BU festlegen, wobei sich in Einzelfällen fachkundiger und medizinischer Beratungen bedient wird.

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Wie lange muss der Zustand der Berufsunfähigkeit anhalten?

Berufsunfähigkeit muss mind. 6 Monate anhalten und zwar ununterbrochen

Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Berufsunfähigkeit muss hinsichtlich der Art der gesundheitlichen Störungen und hinsichtlich des Ausmaßes ihrer Funktionseinbußen voraussichtlich mind. 6 Monate zu erwarten sein, und zwar ununterbrochen. Diese Prognose ist vom behandelnden Arzt zu stellen und zu attestieren. Für den Fall dass der Arzt oder die Ärzte diese Voraussage nicht treffen können oder wollen, genügt für die Feststellung einer bedingungsgemäßen BU auch, wenn die Berufsunfähigkeit tatsächlich mind. 6 Monate ohne Unterbrechung bestanden hat und darüber ein Nachweis erbracht werden kann.

In der Regel müssen die gewährten Leistungen des Versicherers, die während einer auf Grundlage der ärztlichen Prognosestellung anerkannten BU erbracht wurden, nicht zurück erstattet werden, selbst wenn sich durch eine Nachprüfung seitens der Versicherungsgesellschaft herausstellt, dass die BU entgegen der ärztlichen Annahme tatsächlich nicht für mind. 6 Monate ununterbrochen vorgelegen hat, und die Gewährung weiterer Leistungen eingestellt wird. Zudem gibt noch immer eine Reihe von BU-Tarifen, die von voraussichtlicher dauernder Berufsunfähigkeit sprechen. Nach ständiger Rechtsprechung sind damit 3 Jahre gemeint.

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Welche konkreten Anforderungen gelten für den versicherten Beruf?

Beruf muss einer im Rahmen der geltenden RO ausgeübten Erwerbstätigkeit entsprechen

Der versicherte Beruf muss einer im Rahmen der geltenden Rechtsordnung ausgeübten Erwerbstätigkeit entsprechen, welche auf die für sie gültige Ausübungsdauer angelegt ist und die auf den Erwerb des Lebensunterhalts ausgerichtet ist. In aller Regel bestimmen die Art sowie die aus der Erwerbstätigkeit bezogene Vergütung die wirtschaftlich-soziale Lebensstellung des Berufstätigen und bilden zudem auch dessen Stellenwert in der Gesellschaft.

Der Verweisberuf abstrakt oder konkret muss ein auch tatsächlich in nennenswertem Umfang am allgemeinen Arbeitsmarkt vorhandener Berufs sein. Schmetterlingssammler wird man sicher nicht dazu zählen können. Versicherte, die einen Ausbildungsberuf ergriffen haben und nun in einem solchen berufsunfähig werden, können nicht auf einen ungelernten Beruf verwiesen werden; Akademiker, bei denen der erreichte Abschluss Zugangsvoraussetzung für das konkrete Berufsbild war, können weder abstrakt noch konkret auf eine Tätigkeit ohne Hochschulabschluss verwiesen werden. Auch für Selbständige gelten besondere Regeln.

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Welcher Beruf ist maßgeblich für die Feststellung der Berufsunfähigkeit?

Welcher Beruf ist maßgeblich für die Feststellung der Berufsunfähigkeit?

Alle Infos zur Feststellung Berufsunfähigkeit

Der BU-Feststellung wird der vom Versicherungsnehmer zuletzt bei Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgeübte Beruf zu Grunde gelegt, und zwar in mit seinem konkreten Anforderungsprofil und dessen Ausgestaltung ohne jegliche gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass sich die Beurteilung der Auswirkungen der gesundheitsbedingten Funktionsbeeinträchtigungen nicht nur auf die Tätigkeitsverhältnisse bei Eintritt der BU begrenzt, sondern sich auch erstreckt auf eventuell zuvor eingeschränkte oder aufgegebene Tätigkeiten

Kann man bei Eintritt einer BU auf einen anderen Beruf verwiesen werden?

Eine Verweisung auf einen anderen Beruf bei Eintritt der Berufsunfähigkeit ist durchaus möglich. Zum einen besteht natürlich das Recht des Versicherers ggf. abstrakt oder konkret zu verweisen. Zum anderen gibt es aber auch viele Tarife mit sogenannten „Monatsklauseln“. In so einem Fall wird geprüft, ob der Versicherte in den letzten 12-36 Monaten vor Eintritt der Berufsunfähigkeit in einem anderen Job gearbeitet hat. Im Zweifel kann der Versicherer dann auf diese Tätigkeit verweisen, wobei natürlich die allgemeinen Kriterien für ein Verweisungsrecht mit zu beachten sind. Für Selbständige spielt das Thema „Verweisung“ praktisch keine Rolle. Vielmehr kann von Selbständigen und Freiberuflern eine wirtschaftlich sinnvolle Umorganisation ihres Betriebes verlangt werden. Dabei ist durchaus auch ein gewisser Kapitaleinsatz zur Durchführung zulässig. Da aber auch Selbständige in ein Anstellungsverhältnis zurückfallen können, ist ein abstrakter Verweisungsverzicht in jedem Fall anzuraten.

Welcher Beruf ist maßgeblich für den Fall einer Berufsunterbrechung?

Wenn die Ausübung des Berufes vorübergehend unterbrochen wird (bspw. wegen Arbeitsunfähigkeit, Mutterschutz oder Erziehungsurlaub), so stellt dies im rechtlichen Sinne keine Beendigung des Berufs dar. Für den Fall, dass während einer Berufsunterbrechung der Fall einer Berufsunfähigkeit eintritt, ist der zuletzt ausgeübte Beruf (der „unterbrochene“) für die Feststellung der BU maßgeblich, und zwar mit den gegenständlichen Tätigkeits- und Anforderungsprofilen direkt vor der Unterbrechung. Natürlich werden auch hier etwaige Aufgaben und Tätigkeiten, die vor der Unterbrechung aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben oder geändert wurden, berücksichtigt.

Was gilt, wenn man aus dem Berufsleben ausscheidet?

Sollte der Versicherungsnehmer eigenwillig aus dem Berufsleben ausscheiden und damit jegliche Erwerbstätigkeit aufgeben, ist naturgemäß die Feststellung der Berufsunfähigkeit im „bei BU-Eintritt ausgeübten Beruf“ nicht mehr möglich. Auch führt Arbeitslosigkeit grundsätzlich zu diesem Resultat, sogar wenn diese vom Berufstätigen gar nicht wissentlich veranlasst wurde.

Die Berufsunfähigkeit wird in solchen Fällen danach beurteilt, welchen Beruf der Versicherte bei unversehrter Gesundheit tatsächlich mit seinem bei BU-Eintritt verfügbaren Kenntnisse und Fähigkeiten ausüben könnte. Bei BU-Eintritt während der Zeit ohne Beruf erfolgt die Feststellung demzufolge nach folgenden Maßregeln:

1. Sofern die erforderlichen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten in der letztlich bei der Berufsaufgabe ausgeübten Tätigkeit noch vorhanden sind, erfolgt die Feststellung der BU in dem Beruf, den der Versicherte zuletzt, also unmittelbar vor seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben ausgeübt hat.

2. Sollten die erforderlichen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten im zuletzt ausgeübten Beruf infolge einer ausgedehnteren berufslosen Zeit hingegen nicht mehr oder nur noch in geringem Umfang vorhanden, erfolgt die Feststellung der Berufsunfähigkeit in dem Beruf, den man mit den bei Eintritt der BU noch vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnissen im gesunden Zustand ausüben könnte. Dieser Beruf wird ggf. mit Hilfe eines neutralen berufskundlichen Beraters ermittelt. Hierbei kann der Versicherte evtl. sogar mitwirken, sofern er dies wünscht.

Sobald der maßgebliche Beruf erst einmal festgestellt ist, wird der Versicherer auch nachprüfen, ob der darauffolgende Lebensstatus dem unmittelbar vor seinem Ausscheiden entspricht. Doch selbst wenn in dem just ermittelten Beruf keine BU als Folge gesundheitlicher Beeinträchtigungen vorliegt, kann sich trotzdem ein Anspruch auf Leistungen ergeben, nämlich wenn der mit dem Beruf verbundene Lebensstatus nicht mit der sozialen Stellung beim Ausscheiden des Versicherungsnehmers aus dem Berufsleben übereinstimmt. Das ist z. B. dann der Fall, wenn das Einkommen aus dem ermittelten Beruf merklich unter dem Niveau des Einkommens für den direkt vor dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben ausgeübten Beruf liegen würde. Beide Lebensstellungen entsprechen sich jedoch noch, wenn zwischen neuem und altem Beruf eine Einkommensminderung von 20-25% liegt. Dies entspricht einer allgemein üblichen Zumutbarkeitsgrenze, welche in der Regel zwar beachtet wird, deren Angemessenheit aber auch bezüglich der konkreten Umstände im Einzelfall zur Zeit des BU-Eintritts genau überprüft wird.

Je nach Versicherer wird im Falle einer Berufsunterbrechung auf die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit in ihrer konkreten Ausgestaltung abgestellt, oft aber auch anstrakt verwiesen. Dafür gelten meist bestimmte Fristen. So gibt es einige, die in den ersten drei Jahren nach dem Ausscheiden konkret verweisen, danach jedoch abstrakt. Andere sehen die zeitliche Grenze deutlich enger oder gehen bei Berufsunfähigkeit nach dem Ausscheiden gleich von abstrakter Verweisung aus. Positiv ist es daher zu bewerten, wenn einzelne Versicherer zumindest auf eine hauswirtschaftliche Tätigkeit abstellen.

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Was ist der maßgebliche Beruf bei einer Hausfrau / einem Hausmann?

Das konkrete Tätigkeitsprofil zählt

Wenn man eine Berufsunfähigkeitsversicherung> als Hausfrau bzw. Hausmann ohne Berufsausübung abgeschlossen hat und dieser Status bei Eintritt der BU noch immer gegeben ist, so orientiert sich die BU-Feststellung nur an den bei BU-Eintritt im Haushalt konkret ausgeübten Aufgaben und Tätigkeiten.

Für den Fall, dass man erst Abschluss der Versicherung einen Beruf ergriffen hat, so ist automatisch der zuletzt bei Eintritt der BU ausgeübte Beruf versichert und für somit auch für die Feststellung der Berufsunfähigkeit maßgeblich. Wenn man andererseits die während der Vertragsdauer aufgenommene Tätigkeiten vor BU-Eintritt wieder aufgegeben und bei BU-Eintritt erneut dem Beruf als Hausfrau/Hausmann nachgegangen ist, wird nicht mehr die konkrete Tätigkeit als Hausfrau/Hausmann für die Bewertung der BU zugrunde gelegt, sondern es werden im Falle einer BU die Regelungen nach Punkt 6.3 angewendet. Je nach Versicherer wird auch bei Wiederaufnahme einer Hausfrauentätigkeit auf eine hauswirtschaftliche Tätigkeit abgestellt.

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Welchen Beruf im Sinne der BU-Feststellung haben Studenten?

Was Studenten wissen müssen

Viele Versicherer sehen für Studenten nur einen Schutz gegen Erwerbsunfähigkeit vor. Oft besteht frühestens mit dem erfolgreichen Bestehen der Zwischenprüfung oder der Anmeldung zur Abschlussprüfung tatsächlich Versicherungsschutz gegen Berufsunfähigkeit. Da kein konkretes Berufsbild besteht, sollte unbedingt beidseitig der angestrebte Beruf vertraglich als Maßstab für das Verweisungsrecht vereinbart werden.

Im Fall von Studenten wird bei am Bsp. eines ausgewählten Versicherers der BU-Feststellung das Mindestanforderungsprofil des Berufes zugrunde gelegt, welcher dem angestrebten Abschluss entspricht. Doch ist es oftmals so, dass mit dem Studienabschluss verschiedene berufliche Tätigkeiten ausgeübt werden können. Dann erfolgt die BU-Feststellung auf der Grundlage von beruflichen Anforderungen mit hohen geistigen Ansprüchen und mit solchen Tätigkeiten, die überwiegend an einem festen Arbeitsplatz ausgeübt werden und i. d. R. nur mit geringen bis leichten körperlichen Tätigkeiten verbunden sind. Diese Regelung wird während der Regelstudienzeit angewandt, zzgl. eines Zeitraums von max. zwei Jahren. Es ist daher ratsam, mit dem Versicherer bereits bei Vertragsabschluss eine Vereinbarung zu treffen, die den im Einzelfall maßgeblichen Beruf für den Fall eines BU-Eintritts während der Ausbildung näher bestimmt.

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Welche Regelungen gelten für Auszubildende?

Was Auszubildende wissen müssen

Bei Auszubildenden wird zur BU-Feststellung das der Ausbildung entsprechende Berufsbild mit seinem Mindestanforderungsprofil zugrunde gelegt. Grundsätzlich gilt diese Regelung gilt für die gesamte Dauer der Ausbildung.

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Was gilt zusätzlich bei der BU-Feststellung von Selbständigen?

Alle Info´s zur BU-Feststellung von Selbständigen

In einigen Bedingungswerken wird ausdrücklich auf eine Umorganisation auch bei weisungsbefugten Arbeitnehmern bestanden. oder verzichtet. Problematisch ist hier, inwiefern es sich um die arbeits- oder sozialrechtliche Definition eines Arbeitnehmers handelt. Er kann also zugleich weisungsgebunden gegenüber den Gesellschaftern wie auch den Arbeitnehmern im Sinne des Sozialrechtes sein.

Unter die Definition „Selbständigen“ fallen alle Betriebs- und Geschäftsinhaber, also alle mitarbeitende Unternehmer, beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) sowie Freiberufler, die im Rahmen ihrer Berufsausübung keiner Fremdbestimmung untergeben sind. Die BU eines Selbständigen wird nach der konkreten Gestaltung seines Betriebes beurteilt, also nach seinen bisher im Betrieb wahrgenommenen Tätigkeiten und Aufgaben sowie der im Betrieb etwaig bestehenden Umorganisationsmöglichkeiten hinsichtlich seiner Aufgaben. Daraus ergibt sich meist eine herausragende berufliche Stellung des versicherten Selbständigen in seinem Betrieb, verbunden mit besonderen Rechten und Pflichten, die integrative Bestandteile seines Berufes sind und seinen Beruf substantiell prägen. Marktüblich sind daher folgende zusätzlichen Prüfkriterien für die Feststellung der BU:

  • „Was ist der maßgebliche Beruf des Selbständigen?“:
  • „Wie verhält es sich mit der BU-Feststellung im Falle einer Umorganisation des Betriebes?“:
  • „In welchen Fällen spielt die betriebliche Umorganisation keine Rolle bei der BU-Feststellung?“:

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Was ist der maßgebliche Beruf des Selbständigen?

Die berufliche Tätigkeit als Selbständiger wird durch folgende Merkmale geprägt:

  • Man ist in seinen unternehmerischen Gestaltungsrechten grundsätzlich keiner
    Fremdbestimmung unterworfen.
  • Dem Selbständigen kommt das betriebliche Direktionsrecht zu, wonach er allein darüber
    bestimmen kann, welches betriebliche Arbeitsfeld er in welchem Umfang und für welche Zeit
    durch eigene Arbeit ausfüllen möchte und wonach ihm gegenüber seinen Mitarbeitern die
    Weisungsbefugnis eingeräumt wird.

Rechtlich auf diese Weise ausgestaltet ist die berufliche Tätigkeit das Selbstständigen daher wie folgt zu definieren: „Die Leitung des eigenen Betriebes unter eigener Mitarbeit an einer eigens bestimmten Stelle“. Der Selbständige übt diesen Beruf selbst dann noch aus, wenn er eine bisher ihm vorbehaltene Tätigkeit im eigenen Betrieb gesundheitsbedingt nicht länger ausführen kann, stattdessen jedoch eine andere Tätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkung zu übernehmen in der Lage ist, sei es auch mit Hilfe bestimmter organisatorische Maßnahmen.

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Wie verhält es sich mit der BU-Feststellung im Falle einer Umorganisation des Betriebes?

Alle Infos zur BU-Feststellung im Falle einer Umorganisation des Betriebes

Im Sinne der Versicherungsbedingungen liegen die Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeit nicht vor, wenn Sie im Rahmen Ihrer Freiräume als Unternehmer und Ihres damit verbundenen Direktionsrechts durch eine Umorganisation der Arbeit bzw. des Arbeitsplatzes oder durch Aufgabenumverteilung oder -übertragung an Mitarbeiter

  • für sich selbst andere oder neue Tätigkeitsfelder schaffen können,
  • die im Vergleich zu Ihren bisherigen Tätigkeiten Ihrer Stellung im Betrieb angemessen bzw.
    gleichwertig sind,
  • zu denen Sie auch die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen,
  • und die Sie mit Ihren gesundheitlichen Beeinträchtigungen ebenfalls noch ausüben können.

Diese neu geschaffenen Tätigkeitsfelder sind in der Regel nicht Folge einer Verweisung durch die Versicherungsgesellschaft, da sie einzig aus dem Direktionsrecht resultieren, welches Ihr Beruf mit sich bringt.

Dabei ist die Zumutbarkeit einer solchen Umorganisation nicht vollständig von der Kostenneutralität abhängig. Gewisse Einkommensminderungen müssen Sie dann hinnehmen, wenn Ihr Einkommen dadurch nicht spürbar gegenüber dem zuletzt erzielten Einkommen abfällt. Gerechterweise kann eine Entscheidung über die Zumutbarkeit einer solchen, von einkommensmindernden Kosten begleiteten Umorganisation nur im Einzelfall unter Beachtung der bei Eintritt der BU gegenwärtigen Verhältnisse im Betrieb und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gefällt werden.

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In welchen Fällen spielt die betriebliche Umorganisation keine Rolle bei der BU-Feststellung?

Wann spielt die betriebliche Umorganisation keine Rolle bei der BU-Feststellung?

Die Frage der Umorganisation spielt für die Feststellung der BU keine Rolle, wenn Sie nachweisen können, dass der Umorganisation einer der nachstehend aufgeführten Gründe im Wege steht:

  • die Betriebsgröße oder die Betriebsstruktur lassen eine Umorganisation nicht zu,
  • die Mitarbeiterzahlen oder deren Struktur verhindern die Umorganisation,
  • eine Umorganisation wäre vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt her unsinnig oder wäre
    sogar unzulässig,
  • die Umorganisation würde einen erheblichen Kapitaleinsatz erfordern,
  • die Kosten durch die Umorganisation wären so hoch und damit unzumutbar, dass sie eine
    merkliche und nachhaltige Minderung Ihres Einkommens bedeuten würden,
  • es blieben Ihnen durch die Umorganisation nur noch Tätigkeitsfelder, für die Ihnen die die
    gesundheitlichen Voraussetzungen oder notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten fehlen,
  • gemessen an Ihrer Position würden Ihnen durch die Umorganisation keine adäquaten
    Tätigkeitsfelder verbleiben, sondern lediglich Verlegenheitsarbeiten.

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Welche Rolle spielt die Umorganisation des Arbeitsplatzes bei der BU-Feststellung eines Arbeitnehmers?

Welche Rolle spielt die Umorganisation des Arbeitsplatzes bei der BU-Feststellung eines Arbeitnehmers?

Als Arbeitnehmer unterliegen Sie grundsätzlich der arbeitgeberseitigen Fremdbestimmung. Sie selbst besitzen also auch nicht das Recht zur Umorganisation Ihres Arbeitsplatzes, denn Ihre Berufsausübung beinhaltet weder das unternehmerische Gestaltungsrecht noch das entsprechende Direktionsrecht. Daran würde sich rein rechtlich auch nichts ändern, wenn die Zustimmung des Arbeitgebers zur Umorganisation Ihres Arbeitsplatzes vorliegen würde. Demzufolge wird bei der BU-Feststellung weder die Möglichkeit der Umorganisation Ihres Arbeitsplatzes erfragt, noch wird Ihr Versicherer einen Nachweis darüber verlangen, dass eine Umorganisation unmöglich ist oder ob ihr von Arbeitgeberseite her die Zustimmung versagt wurde.

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Welche Auswirkung hat ein vor BU-Eintritt vorgenommener Wechsel des Berufs?

Anzeigepflicht bei Berufswechsel ?

Als Versicherungsnehmer sind Sie in keiner Weise verpflichtet, einen Berufswechsel Ihrem Versicherer anzuzeigen. Ihr neuer Beruf gilt dann nach wie vor als „maßgeblicher Beruf“ für die BU- Feststellung, solange diese berufliche Neuorientierung der für die Ausübung des Berufs geltenden Dauer entspricht und sie auf den Erwerb des Lebensunterhalts ausgerichtet ist. Dies gilt selbst dann, wenn der neue Beruf vor BU-Eintritt erst seit kurzer Zeit ausgeübt wurde. In einigen älteren Bedingungswerken gibt es noch analog zur Unfallversicherung die Obliegenheit zur Meldung eines Berufswechsels. Heizuzutage sind entsprechende Klauseln nahezu irrelevant.

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Welche Atteste sind für die Feststellung einer BU erforderlich?

Welche Nachweise sind für die Feststellung einer BU erforderlich?

Grundsätzlich genügen zur medizinischen Prüfung und anschließenden Bewertung der BU die Nachweise der behandelnden Ärzte. Diesbezüglich haben Sie die freie Wahl des Arztes. Die medizinische Auswertung der ärztlichen Akten erfolgt in Beratung mit den jeweiligen Gesellschaftsärzten. Sollte sich das exakte Ausmaß der gesundheitlichen Einbußen und somit die Leistungseinschränkungen für den Beruf nicht genau bewerten lassen oder ist die erhobene Diagnosen nicht ausreichend medizinisch objektivierbar, lassen sich bestehende Defizite wie folgt beseitigen:

  • durch zusätzliches gezieltes Nachfragen bei Ihren behandelnden Ärzten,
  • ggf. durch weitere Untersuchungen nach Abstimmung mit Ihren Ärzten und auf Kosten des Versicherers,
  • durch eine Untersuchung durch neutrale Fachärzte ( nur in Einzelfällen und ebenfalls auf Kosten des Versicherers )

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Wie wirkt sich die Nichtbeachtung einzelner ärztlicher Anordnungen auf meinen Leistungsanspruch aus?

Obliegenheiten beachten

Falls Sie ärztlichen Anordnungen oder Empfehlungen nicht Folge leisten, sofern diese den Rahmen des nach medizinischen Erkenntnissen erforderlichen Behandlungsstandards überschreiten oder die Ihre ausdrückliche Zustimmung erfordern (z. Bsp. Operationen, oder sonstige Spezialbehandlungen wie Strahlen- und Chemotherapien), hat dies keinerlei Einfluss auf die BU-Feststellung.

Jedoch wird vom Versicherungsgeber erwartet, dass Sie im Rahmen der allg. gesetzlichen Schadenminderungspflicht bei BU-Eintritt die ärztlich eingeleiteten Behandlungen, die für den Heilungsprozess erforderlich und zumutbar sind, dulden und entsprechende Anordnungen befolgen. Dazu zählt insbesondere die Befolgung der vom Arzt verordneten Medikationen sowie die Verwendung verordneter Brillen oder Kontaktlinsen, orthopädischer Hilfsmittel oder sonstiger Hilfen, deren Einsatz allseitig anerkannt, zumutbar und üblich ist. Allein wenn Sie diese Maßnahmen der medizinischen Grundversorgung bzw. die entsprechenden Standardmaßnahmen nicht befolgen, kann Ihnen ggf. der Versicherungsschutz im BU-Falle versagt bleiben. Medikamente sind nur dann zumutbar, wenn der Nutzen deutlich die möglichen Nebenwirkungen übersteigt. Die immer wieder zu findende Klausel, wonach auch das Einhalten einer Diät zumutbar sei, ist unzulässig.

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Kann die Leistungsanerkennung zeitlich befristet oder mit sonstigen Bedingungen belastetet werden?

Gut versichert = nachhaltig versorgt

Zeitlich befristete Anerkenntnisse sind bei vielen Versicherern üblich. Sie können entweder ein- oder mehrfach durchgeführt werden. In dieser Zeit sollte ausdrücklich die Nachprüfung des Fortbestehens der Berufsunfähigkeit ausgeschlossen sein. Verhängnisvoll ist, dass nach Ablauf der zeitlichen Befristung die Versicherungsleistung einfach endet und der Versicherungsnehmer von sich aus einen erneuten Leistungsantrag auf Fortbestehen von
Berufsunfähigkeit stellen muss. Sinnvoll ist ein zeitlich befristetes Anerkenntnis dann, wenn sich jmnd. etwa ein Bein bricht und es medzinsch absehbar ist, dass dieses nach 6 oder 8 Monaten wieder geheilt sein wird. Zeitlich befristete Anerkenntnisses von mehr als einmal für maximal 12 Monate je Leistungsfall sind nicht empfehlenswert.

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Was muss ich bei einer Berufsausübung nach Eintritt der BU beachten?

Obliegenheiten beachten

Die Bedingungen der Versicherer sind unterschiedlich. Oftmals besteht keine Verpflichtung zur Anzeige der Aufnahme einer Berufstätigkeit nach BU-Eintritt, gleich ob es sich um Ihren bisherigen Beruf oder um einen anderen (ggf. neuen) Beruf handelt. Erst wenn Sie im Rahmen der vorgesehenen bedingungsgemäßen Nachprüfung der BU gefragt werden, müssen Sie Auskunft geben, ob Sie nach BU-Eintritt einen Beruf ausüben, um welchen Beruf es sich dabei handelt und wie diese Tätigkeit ausgestaltet ist.

Inwiefern ist die Fortsetzung meiner bisherigen Berufsausübung nach Eintritt der BU möglich?

Die völlige Aufgabe Ihrer bisherigen Berufstätigkeit ist keinesfalls Voraussetzung für den bedingungsgemäßen BU-Eintritt. Ihren Anspruch auf einmal anerkannte Leistungen verlieren Sie grundsätzlich auch dann nicht, wenn Sie zu Lasten Ihrer verbliebenen Gesundheitssubstanz übermäßige Anstrengungen aufwenden müssen, um Ihre berufliche Tätigkeit fortzusetzen. Die setzt natürlich voraus, dass der im Vertrag vereinbarte BU-Mindestgrad nach ärztlicher Feststellungen nicht unterschritten wird.

Doch aufgepasst! Die bloße Ausübung Ihres bisherigen Berufs trotz ärztlich festgestellter gesundheitlicher Funktionseinbußen über einen längeren Zeitraum in vollem Umfang kann als Wiederherstellung der Berufsfähigkeit betrachtet werden. Der Tatsache der Berufsausübung in vollem Umfang kann als Nachweis der wieder erlangten Berufsfähigkeit sogar höher Bedeutung beigemessen werden, als ein widersprüchlicher ärztlicher Nachweis über die Berufsunfähigkeit. Würde der Versicherer im Rahmen der BU-Nachprüfung auf einen derartigen Sachverhalt stoßen, würde eine umfassende medizinische Überprüfung der BU nötig werden.

Welche Auswirkungen hat eine berufliche Neuorientierung nach BU-Eintritt?

Für den Fall der Ausübung einer neuen beruflichen Tätigkeit nach Anerkennung der BU kann der Versicherer auch bei eventueller Fortdauer der BU gemessen an Ihrem früheren Beruf die vereinbarten Leistungen beenden. Dies ist aber nur dann möglich, wenn alle der nachfolgenden Kriterien erfüllt werden:

  • Nach Eintritt der BU müssen Sie (bspw. durch eine neue Berufsausbildung oder ein Studium
    oder durch die praktische Berufsausübung selbst) neue berufliche Kenntnisse und Fähigkeiten
    erworben haben,
  • Sie müssen auf der Grundlage dieser neuen Kenntnisse und Fähigkeiten tatsächlich einen
    neuen Beruf ausüben,
  • Sie müssen die neuen Aufgaben- und Tätigkeitsfelder angesichts Ihres gesundheitlichen
    Zustands auch ausüben können,
  • die Lebensstellung auf Basis des neuen Berufs bzw. der berufl. Tätigkeit muss der
    Lebensstellung des früher ausgeübten Berufes entsprechen.

Bei einem Tarif mit abstrakter Verweisung muss der genante Beruf nicht tatsächlich ausgeübt werden. Das Arbeitsmarktrisiko liegt hier beim Versicherten.

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In wieweit kann die weitere Prämienzahlung bis zur Feststellung einer BU gestundet werden?

Eine Stundung ist möglich, doch achten Sie auf die Bedingungen!

Eine Feststellung der BU kann erfahrungsgemäß eine unbestimmte Zeit beanspruchen. In diesem Fall können auf Wunsch die normalerweise zu entrichtenden Prämien gestundet werden, und zwar zinsfrei für die Dauer der Leistungsprüfung durch den Versicherer. Jedoch ist die Stundung für die Dauer einer etwaig vertraglich vereinbarten Karenzzeit freilich nicht möglich. Die Prämienstundung endet mit Bekanntgabe der Entscheidung des Versicherers über den Leistungsanspruch.

Im Falle einer negativen Entscheidung bezüglich Ihres Leistungsanspruchs, müssen die Prämienzahlung wieder aufgenommen werden und etwa zuvor gestundete Beiträge beglichen werden. Für den Fall einer rechtlichen Auseinandersetzug hinsichtlich Ihres Leistungsanpruchs mit Ihrem Versicherer ist es ggf. möglich, die aus einer Stundung resultierten, zuvor entstandenen, zinslosen Prämienrückstände und die weiterhin fälligen Prämien wiederum zu stunden, dann allerdings unter Erhebung von Stundungszinsen ab dem Zeitpunkt der Leistungsentscheidung. Diese Zahlungsunterbrechung ist so lange möglich, bis es zu einer rechtswirksamen Entscheidung über den vermeintlichen Leistungsanspruch gekommen ist, längstens jedoch für eine Dauer von fünf Jahren, ausgehend vom Zugangsdatum des Leistungsantrages bzw. ab Ende des Ablaufsmonats einer etwaig vereinbarten Karenzzeit. Sollte endgültig der Leistungsanspruch nicht anerkannt werden, muss die Zahlung der Prämien wieder aufgenommen und müssen etwaig zuvor gestundete Prämien nachträglich beglichen werden. Art und Dauer der Rückstandstilgung sollten jedoch stets auf eine vollständige oder wenigstens teilweise Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes gerichtet sein.

Je nach Versicherer müssen rückständige Beiträge wegen Klärung des Sachverhaltes anschließend in einer Summe, teilweise aber auch in Form zusätzlicher Raten zurückgezahlt werden.

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Inwieweit können die Prämien nach Maßgabe des Paragraph 163 VVG durch den Versicherer angepasst werden?

Bedingungen sind unterschiedlich geregelt

Ob ein Berufsunfähigkeitsversicherer die Berechnungsgrundlagen und somit die Prämien für Ihren Versicherungsvertrag gemäß § 163 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) überhaupt anpassen darf, kann in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen nachgelesen werden. Falls dies der Fall ist, so ist ein Versicherer nur dann dazu berechtigt, die Berechnungsgrundlagen neu festzulegen, wenn eine nicht vorhersehbare Veränderung des Leistungsbedarfs eingetreten ist, die gleichzeitig als vorübergehend anzusehen ist, und zwar erst nach Einverständniserklärung eines unabhängigen Treuhänders. D. h., es können nur von der Versicherungsgesellschaft selbst nicht zu vertretende und nachhaltige Veränderungen zu einer Anpassung der Kalkulation bzw. der Prämien oder Leistungen im Nachhinein führen. Ausgeschlossen sind damit Änderungen, die aus kurzfristigen Schwankungen resultieren (Schwankungsrisiko) sowie Irrtümer des Versicherers bezüglich der Kalkulation des Risikos bei (Irrtumsrisiko).

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Berufsunfähigkeitsversicherung – Ratgeber

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen in Deutschland. Viele Menschen haben sich nicht oder nur unzureichend gegen das existenzielle Risiko Berufsunfähigkeit abgesichert, obwohl die Rentenreform vom Gesetzgeber zum 01.01.2001 umgesetzt wurde. Das bedeutet, es gibt für die Menschen die nach dem 01.01.1961 geboren wurden keinen gesetzlichen Berufsunfähigkeits-Schutz mehr , d.h. die Menschen sind ausschließlich auf private Vorsorge angewiesen ! Zur Zeit umwerben mehr als 150 Anbieter auf dem Versicherungsmarkt die Verbraucher mit entsprechenden Angeboten. Zudem wird das Thema der Berufsunfähigkeitsversicherung auch immer gern durch die Medien und Presse aufgegriffen und den Verbrauchern empfohlen, ihre Entscheidung von bestimmten Testergebnissen abhängig zu machen. Das ist alles gut und richtig, leider weisen manche Testergebnisse Fußangeln auf, die bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung von entscheidender Bedeutung sein können.

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Berufsunfähigkeitsversicherung – Wie aussagefähig sind Ratings?

Regelmäßig wird Verbrauchern empfohlen, ihre Entscheidung für bestimmte Versicherungsprodukte von Testergebnissen abhängig zu machen. So genannte Ratings gibt es auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Besonders prominent sind dabei die Agenturen Franke & Bornberg in Hannover sowie Morgen & Morgen in Hofheim am Taunus. Leider verbergen sich auch bei Tarifen mit Bestbewertung teils gravierende Fußangeln.

Vor einiger Zeit soll sich der folgende Rechtsstreit rund um das Thema Berufsunfähigkeitsrente zugetragen haben:

  • Richter: „Beklagter, weshalb haben Sie Ihrem Mandanten den Tarif der xy-Versicherung empfohlen?“
  • Beklagter: „Er hatte ein besonders gutes Testergebnis, Euer Ehren.“
  • Richter: „Dann kann ich also meine dreijährige Tochter nur mit einem Testheft losschicken und Berufsunfähigkeit beraten lassen!?“

Diese Situation ist symptomatisch für viele selbst ernannte Berater. Anstatt den Kunden zu beraten, wird diesem einfach irgendein Produkt verkauft. Oft stützt sich die Gewissheit über die Qualität desselben auf Empfehlungen der Versicherer selbst oder auf Testergebnisse in irgendwelchen Fachzeitschriften.

Die betroffenen Kunden wären oftmals besser beraten, sich an einen freien Vermittler zu wenden, der wirklich etwas vom Thema versteht. Im Einzelfall können dies Mehrfachagenten, Versicherungsmakler oder Versicherungsberater sein. Einfirmenvertreter stehen vor dem Problem, dass sie nur das hauseigene Produkt empfehlen dürfen und geeignete Alternativen oftmals unbekannt sind.

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Bildnachweis: © Greg Epperson | Dreamstime.com

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