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Berufsunfähigkeitsversicherung Lexikon

Unser Berufsunfähigkeitsversicherung – Lexikon bietet Ihnen eine alphabetische Übersicht der Fachbegriffe und Begriffserklärungen aus den Bereichen Finanzen und Versicherungen, die oftmals von Bedeutung und Interesse sind. Die Begriffe werden kurz und einfach erklärt.

Unser Berufsunfähigkeitsversicherung Lexikon haben wir zur besseren Übersicht nach einzelnen Fachbegriffen und Begriffserklärungen alphabetisch aufgelistet und systematisch gegliedert, u.a. Abstrakte Verweisung, Anspruchsvoraussetzungen, Anzeigepflichtveletzung, Arztanordnungsklausel, Auslandsversicherungsschutz, Abstrakte Verweisung, Konkrete Verweisung etc. Auf censio.de können Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung, Dienstunfähigkeitsversicherung und eine Dread Disease Versicherung vergleichen, sparen und abschließen. Unser Versicherungsportal censio.de der Versicherungsvergleich ist bestrebt, dass Versicherungslexikon laufend zu aktualisieren und mit weiteren Begriffen zu vervollständigen. Sollten Sie auf unserem Versicherungslexikon einzelne Fachbegriffe oder Erklärungen nicht finden, kontaktieren Sie uns bitte, denn wir sind bestrebt, unser Berufsunfähigkeitsversicherung Lexikon zu vervollständigen. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Mithilfe.

A – Begriffe

Abstrakte Verweisung

Eine Berufsunfähigkeit in dem zuletzt ausgeübten Beruf genügt in vielen Fällen noch nicht, um einen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsleistungen auszulösen. Viele VR haben nach ihren Bedingungen das Recht, den Versicherten selbst bei einer Berufsunfähigkeit im bisherigen Beruf auf eine andere Tätigkeit zu verweisen, auch wenn der Versicherte diese Tätigkeit tatsächlich nicht ausübt. Voraussetzung für eine abstrakte Verweisung ist, daß der Versicherte für diese Tätigkeit die notwendigen Fähigkeiten hat (entweder aufgrund einer Ausbildung oder sonstigen Erfahrung) und daß er vergleichbar verdient wie vorher und der andere Beruf ein ähnliches soziales Ansehen in der Bevölkerung hat.

Die dabei zumutbaren Einkommenseinbußen werden von der Rechtsprechung unterschiedlich bewertet (20-50% zumutbar), einige VR haben diese zumutbare Einbuße in ihren Bedingungen definiert, was eine Sicherheit für den Versicherten bedeutet. Als Faustregel gilt: Je höher der Ausbildungsgrad eines Versicherten, desto schwieriger ist für den VR die abstrakte Verweisung auf einen anderen Beruf. Der VR muß dem Versicherten den Verweisungsberuf „aufzeigen“, also nach den Merkmalen Tätigkeitsinhalt, Einkommen etc. spezifizieren und der Versicherte muß dann nachweisen, warum er diese Tätigkeit nicht ausüben kann.

Einige VR haben in ihren Bedingungen Altersgrenzen normiert, ab wann eine abstrakte Verweisung nicht mehr möglich ist (Beispiel: ab dem 55. Lebensjahr ist eine abstrakte Verweisung nicht mehr möglich). Selbst wenn dann der Versicherte noch eine andere Tätigkeit ausüben könnte, darf der VR nicht mehr verweisen. Einige Versicherer haben ganz auf die abstrakte Verweisung in ihren Bedingungen verzichtet.

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Angemessenheit der BU-Versorgung

Zu einer bedarfsgerechten Versorgung gehört, daß die BU-Absicherung in einer vernünftigen Relation zum Arbeitseinkommen steht. In den meisten Fällen ist dies eine 2/3 bis 70%-Absicherung des Bruttoeinkommens. Grund hierfür ist, daß ein Arbeitsanreiz erhalten bleiben soll. Denn niemand soll durch Krankheit mehr erhalten als durch Arbeit. Über diesen Prozentsatz hinaus besteht kein Versorgungsbedarf. Manche VR machen Ausnahmen von dieser Regel etwa bei Hausfrauen oder Studenten oder auch bei Auszubildenden.

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Anspruchsvoraussetzungen

Nach den Bedingungen muß der Versicherte die anspruchsbegründenden Voraussetzungen beweisen. Das bedeutet, er muß seine bisherige Tätigkeit beschreiben und einen ärztlichen Nachweis erbringen, warum diese Tätigkeit zu dem vereinbarten Berufsunfähigkeitsgrad nicht mehr möglich ist.

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Anzeigepflicht

Bei Antragstellung auf BU-Schutz hat der Versicherte Antragsfragen zu seiner Person, seinem Vorversicherungsschutz und seinem Gesundheitszustand zu beantworten. Diese Fragen gehören zu seiner Anzeigepflicht. Ohne diese Informationen kann der Versicherer das Risiko, welches er für einen meist jahrzehntelangen Zeitraum übernehmen soll, nicht richtig einschätzen. Es ist daher besonders wichtig, hier absolut sorgfältig vorzugehen.

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Anzeigepflichtverletzung

Wenn der Versicherte bei Antragstellung fahrlässig oder sogar absichtlich seine Anzeigepflicht verletzt, also falsche oder unvollständige Angaben macht, dann kann der VR sich durch Rücktritt oder Anfechtung vom Vertrag lösen. Diese Sanktion ist besonders hart, wenn der Versicherte im Leistungsfall berufsunfähig ist. Denn es gibt in diesem Falle keine Leistungen, auch die eingezahlten Beiträge werden nicht zurückerstattet.Bei der Beantwortung insbesondere der Gesundheitsfragen sollte der Versicherte deshalb besonders sorgfältig vorgehen und in Zweifelsfällen bei seinen behandelnden Ärzten rückfragen.

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Arbeitsunfähigkeit

Bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit unterscheiden sich inhaltlich voneinander, weshalb eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht zur Begründung eines Berufsunfähigkeitsantrages ausreicht. Denn arbeitsunfähig ist der Versicherte nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes schon dann, wenn der Arbeitnehmer seine vertraglich geschuldete Leistung infolge Krankheit nicht voll erfüllen kann.

Die „gelben Scheine“ werden zudem nicht ansatzweise mit der gleichen Sorgfalt erstellt wie eine Stellungnahme/Gutachten für eine Berufsunfähigkeit in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, meist wird der konkrete Beruf nicht zugrunde gelegt. Eine Bindung an ärztliche AU-Atteste, oder gar ein Automatismus Arbeitsunfähigkeit = Berufsunfähigkeit, besteht daher für den Versicherer nicht. Selbst eine 6 Monate ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit bedingt keinen automatischen Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente.

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Arztanordnungsklausel

Einige VR haben in ihren Bedingungen für den Versicherten die Obliegenheit formuliert, daß der Versicherte den Anordnungen des behandelnden Arztes folgen muß. Verordnet der Arzt also eine erfolgversprechende Therapie, muß der Versicherte diese befolgen, tut er dies nicht, liegt eine Obliegenheitsverletzung vor, mit der Folge, daß der VR die Leistungen so lange verweigern kann, bis die Anordnung befolgt wird. Operationen muß der Versicherte allerdings nicht dulden.
Einige VR verzichten auf diese Klausel und muten dem Versicherten nur Hilfsmittel des täglichen Lebens (z.B. Brille, Gehstock, Hörgerät) zu.

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Auslandsversicherungsschutz

Einige VR grenzen den BU-Schutz ein auf das Gebiet Deutschland/Europa. Wird der Versicherte dann in Thailand berufsunfähig, erhält der Versicherte keine Berufsunfähigkeitsleistungen.
Da die Mobilität der Versicherten nicht nur im Freizeit sondern auch im Arbeitsleben zunimmt, sollte unbedingt auf weltweiten Versicherungsschutz geachtet werden.

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Ausscheiden aus dem Berufsleben

Scheidet der Versicherte aus dem Berufsleben aus (Arbeitslosigkeit, Mutterschutz, Privatier) stellt sich die Frage, welcher Beruf in der Leistungsprüfung zugrunde zu legen ist.
Einige VR unterscheiden danach, ob das Ausscheiden freiwillig (Mutterschutz)
oder unfreiwillig (Arbeitslosigkeit) erfolgt, je nachdem wird dann der zuletzt ausgeübte (vor der Arbeitslosigkeit) Beruf zugrunde gelegt oder es wird geprüft, ob der Versicherte noch irgendeine Tätigkeit nach seiner Ausbildung und Erfahrung ausüben kann.
Günstig sind hier Versicherungsbedingungen, die immer, also unabhängig von dem Grund und der Dauer des Ausscheidens aus dem Beruf, den zuletzt ausgeübten Beruf zugrunde legen.

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Auszubildende

Hier muß unterschieden werden, ob der Auszubildende mit seinem Beruf „Azubi“ (Maurerauszubildender) versichert ist oder mit dem angestrebten Beruf (Maurer).
Bei der ersten Alternative wird der Leistungsprüfung der Ausbildungsberuf zugrunde gelegt mit praktischer Arbeit und Schultätigkeit.
VR, die den angestrebten Beruf versichern, haben die Schwierigkeit, bei einer BU während der Lehrzeit, einen Beruf zugrunde zu legen, der tatsächlich noch nicht ausgeübt wird, also eine fiktive Tätigkeit.
Bei einem VR, der den „Azubiberuf“ versichert, ist der Auszubildende ab dem ersten Tag der Ausbildung versichert. Macht der Auszubildende seine Gesellenprüfung ist der dann ausgeübte Beruf versichert, der BU-Schutz wächst quasi mit.

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Konkrete Verweisung

Bei einer konkreten Verweisung liegt zwar Berufsunfähigkeit im bisherigen Beruf vor, der Versicherte übt aber bereits tatsächlich eine andere Tätigkeit aus (er hat zum Beispiel eine Umschulung gemacht und arbeitet jetzt in diesem Umschulungsberuf). Die übrigen Voraussetzungen (Einkommen, Fähigkeiten, Wertschätzung) entsprechen denen bei einer abstrakten Verweisung. In diesen Fällen darf der VR den Versicherten konkret auf die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit verweisen.

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|Stand: 31.12.2006| ]

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