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Berufsunfähigkeitsversicherung – Bruttobeitrag

Berufsunfähigkeitsversicherung – Bruttobeitrag ( Bruttoprämie)

Berufsunfähigkeitsversicherungen unterscheiden zwischen Brutto- und Nettobeitrag. Während der Bruttobeitrag in der Höhe für die ganze Vertragslaufzeit garantiert sein kann, sind Schwankungen der Nettoprämie nicht ungewöhnlich.

Der Bruttobeitrag setzt sich aus zahlreichen Faktoren zusammen: Eintrittsalter, Geschlecht, ausgeübter Beruf, Gesundheitszustand bei Antragsstellung, Höhe der versicherten Leistungen, Vertragskosten und prognostizierte Überschüsse des Unternehmens. Effektiv handelt es sich also um drei Arten von Kosten: Risikokosten (Wahrscheinlichkeit und Höhe des Leistungsfalles während der Vertragslaufzeit), Vertragskosten (Vermittlung, Prüfung, Ausfertigung und Verwaltung) sowie die vom Versicherer angenommenen Gewinne. Eine nachträgliche Erhöhung der Bruttoprämie ist nur unter Anwendung des § 172 VVG (VVG = Versicherungsvertragsgesetz) zulässig und an enge Voraussetzungen gekoppelt. Manche Versicherer verzichten auf ihr gesetzliches Anpassungsrecht. Sie sichern sich dann gegen dieses erhöhte Risiko bei einem Rückversicherer ab. Allerdings wird meist nur ein Teil des Risikos an Dritte abgetreten.

Hat ein Kunde sich bei Vertragsschluss für die Überschussverwendung „verzinsliche Ansammlung“ oder „Fondsüberschuss“ entschieden, so fließen die Überschüsse auf ein spezielles Überschusskonto des Kunden. Während der Vertragslaufzeit kann es zu deutlichen Schwankungen von Risikoprämie, Verwaltungskosten und Überschüssen kommen. Im Extremfall kann es auch passieren, dass in dem einen oder anderen Jahr dem Überschusskonto des Versicherten keine Gewinne gutgeschrieben werden können oder sogar vorhandene Überschüsse zur Deckung der Vertragskosten aufgebraucht werden müssen.

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