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Berufsunfähigkeitsversicherung Konkrete Verweisung

Was bedeutet konkrete Verweisung ?

Konkrete Verweisung

Das Prüfschema für die konkrete Verweisung unterscheidet sich von dem zur abstrakten Verweisung nur in einem einzigen, jedoch wesentlichen Punkt: eine Verweisung in einen Vergleichsberuf setzt voraus, dass der Versicherte in diesem anderen Beruf auch tatsächlich arbeitet. Die Versicherung kann jemanden nicht dazu zwingen, eine Tätigkeit in diesem Vergleichsberuf zu beginnen. Ein Bäcker mit Mehlstauballergie, der keine neue Tätigkeit etwa als Wurstwarenverkäufer aufnimmt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit abstrakt, nicht jedoch konkret verweisbar. Daher besteht auch weiterhin Anspruch auf die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente. Gleiches gilt für einen Landschaftsgärtner, der keine Bäume mehr aufstellen kann, da er keine Löcher mehr graben kann.

Beispiel für einen Bedingungstext:

“Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens 6 Monate außerstande ist, ihren versicherten Beruf, wo wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, auszuüben.“

Beispiel für einen Tarif mit Verzicht auf abstrakte Verweisung bei gleichzeitig bestehender Monatsklausel:

„Ist die versicherte Person sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, vollständig oder teilweise außerstande gewesen, ihren vor Einritt des Versicherungsfalls zuletzt ausgeübten Beruf nachzugehen und hat sie in dieser Zeit auch keine andere Tätigkeit ausgeübt, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht, so gilt dieser Zustand von Beginn an als vollständige oder teilweise Berufsunfähigkeit. Hat die versicherte Person ihren Beruf innerhalb von 24 Monaten vor Eintritt der Berufsunfähigkeit gewechselt oder ist aus dem Berufsleben ausgeschieden ist, wird bei der Prüfung der Berufsunfähigkeit auch die berufliche Tätigkeit vor dem Berufswechsel bzw. dem Ausscheiden berücksichtigt, es sei denn, der Berufswechsel erfolgte auf ärztliches Anraten oder wegen unfreiwilligen Wegfalls der früheren Tätigkeit.“

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