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Berufsunfähigkeitsversicherung – Wie BU-Versicherer rechnen-Brutto-Nettobeitrag

Wie BU-Versicherer rechnen

Wer sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, wird stets mit einem Brutto- und einem Nettobeitrag konfrontiert. Wieso beide nicht immer stabil sind. Viele Kunden setzen neben einem hohen Leistungsniveau auch auf niedrige Beiträge für ihre Berufsunfähigkeitsvorsorge. Dass diese schwanken können, ist nicht Jedem bewusst.

Für die Beitragszahlung der Berufsunfähigkeitsvorsorge gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Gleich bleibender Bruttobeitrag für die gesamte Vertragsdauer, bei Vertragsende werden die angesammelten Überschüsse ausgezahlt.
  • Ermäßigter Nettobeitrag anstelle des Bruttobeitrages, keine Auszahlung zum Vertragsende.

Gezahlt wird meist netto

Vertraglich garantiert ist für den Versicherten nur der Bruttobeitrag. Der Nettobeitrag ist der eigentliche Zahlbeitrag. Er entspricht dem Bruttobeitrag abzüglich der erzielten Überschüsse des Versicherers. Diese auch als Sofortüberschüsse bezeichneten Gewinne entstehen dadurch, dass tatsächlich weniger Geld für Versicherungsfälle oder Kosten ausgegeben werden müssen, als vorsichtigerweise veranschlagt worden war. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Nettobeitrag während der Laufzeit sowohl steigen als auch sinken kann. Wer sich entscheidet, den Bruttobeitrag zu zahlen und dafür am Ende der Laufzeit die Gewinnbeteiligung in einer Summe zu erhalten, kann sich ebenfalls nicht auf einen im Voraus veranschlagten Gewinn verlassen, sondern erhält, was tatsächlich erwirtschaftet wurde.

Bruttoprämie begrenzt garantiert

Sofern die Verträge nicht günstiger verlaufen als kalkuliert, entstehen keine Gewinne und eine Überschussbeteiligung kann nicht gezahlt werden. Wenn das Risiko sich im Laufe der Zeit noch ungünstiger darstellt als vorhergesehen, dann kann der Versicherer bei bestehenden
Berufsunfähigkeitspolicen nicht einfach den Bruttobeitrag anheben. Denn das ist nur unter sehr strengen Auflagen zulässig, nämlich wenn die allgemeine Risikosituation bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbar gewesen ist (zum Beispiel das erstmalige Erscheinen von AIDS in den 1980er Jahren, das erhöhte Auftreten psychosomatischer Erkrankungen als Grundlage für eine Berufsunfähigkeit seit den 90er Jahren), die Neufestsetzung des Bruttobeitrages für die dauerhafte Erfüllbarkeit der Verträge erforderlich ist (ansonsten würde es zu einem generellen Verlust des Versicherungsschutzes für alle Versicherten dieses Tarifes kommen), eine Senkung der Überschussbeteilung und damit eine Erhöhung des Nettobeitrages nicht ausreichen würde, um eine dauerhafte Erfüllbarkeit der Verträge zu gewährleisten, ein unabhängiger Treuhänder die Angemessenheit der Erhöhung bestätigt.

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