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Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung notwendig?

Neue Gesetzeslage

Für Personen, die vor dem 2.1.1961 geboren sind, gilt ein gewisser Bestandsschutz. Hier wird tatsächlich noch auf den bisher ausgeübten Beruf abgestellt. Geleistet wird jedoch nur die halbe EM-Rente und auch nur, wenn die bisherige Tätigkeit höchstens sechs Stunden täglich ausgeübt werden kann.

Unversichert sind Berufsanfänger, da sie die Erfordernisse für einen Rentenanspruch noch nicht erfüllen: mindestens 60 Monate Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung, davon mindestens 36 Monate Zahlung von Sozialbeiträgen in den letzten 5 Jahren. Eine Babypause ist unproblematisch. Bei Arbeitsunfällen entfällt die gesetzliche Wartezeit.

Regelmäßig kein gesetzlicher Schutz besteht für Selbständige, während der berufsständische Schutz von Freiberuflern durch ihre Versorgungswerke höchstens eingeschränkt ist. Ein Rechtsanwalt wäre erst dann Leistungsfall, wenn er seine Kanzlei schließen müsste. Viele Satzungsregelungen verlangen die Berufsaufgabe als Leistungsvoraussetzung. Dies regeln etwa die Landesordnungen für Nordrhein-Westfalen oder Sachsen in dieser Form.

Anders als bei den privaten Anbietern, wo meist schon eine 50% ige Berufsunfähigkeit für den Rentenbezug ausreicht, müssen Kammerberufler zu 100% berufsunfähig sein! Meist sind Rückenprobleme, psychische Erkrankungen (z.B. Essstörungen, Depressionen) und Allergien die Ursache für Berufsunfähigkeit. Unfälle führen nur selten zum Leistungsfall. Dies gilt auch für die scheinbar weniger gefahrträchtigen Berufe wie Hochschullehrer oder Ärzte. Verlieren ein Journalist, Rechtsanwalt oder Programmierer ihr Augenlicht, so können sie vielfach nur noch eingeschränkt Einkünfte erzielen. Wer als Möbelpacker oder Taxifahrer seinen Lebensunterhalt verdient, kann nach einem Bandscheibenvorfall oftmals seinen Job an den Nagel hängen. Ein Bankkaufmann am Schalter mit Stimmbandentzündung kann unter Umständen berufsunfähig sein.

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