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Wer benötigt eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Das Risiko berufsunfähig zu werden kann jeden treffen.

Zunächst einmal soll geklärt werden, wer überhaupt eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit braucht. Die Antwort darauf lautet: jeder, der ein Erwerbseinkommen bezieht. Zumindest gilt dies dann, wenn der Betroffene davon abhängig ist, ein entsprechendes Entgelt auch weiterhin zu erhalten.

Was ist aber mit jenen Personen, die kein Einkommen erzielen wie zum Beispiel Hausfrauen oder Arbeitslose? Sinnvoll ist der Versicherungsschutz auch für diese Personengruppen, wenngleich selten eine Rentenhöhe von mehr als 1.000 Euro abgesichert werden kann. Oftmals wird der Versicherungsschutz an den nicht vorhandenen Finanzen scheitern – oder im Leistungsfall an der Bedingungsklausel „Was gilt beim Ausscheiden aus dem Berufsleben?“. Verschiedene Untersuchungen haben darüber hinaus gezeigt, dass hochwertiger BU-Schutz auf Grund etwaiger Vorerkrankungen in vielen Fällen gar nicht erst abgeschlossen werden kann.

Notwendigkeit privater Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit

Ein wesentlicher Grund für die Notwendigkeit privater Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit liegt darin, dass seit 2001 kein staatlicher Schutz mehr besteht. Vielmehr existiert eine zweigliedrige Erwerbsminderungsrente. Eine volle Erwerbsminderungs- oder EM-Rente daraus liegt für die meisten Arbeitnehmer bei etwa 770 Euro im Monat. Um diese zu erhalten, darf der Antragsteller nur bis unter drei Stunden am Tag „auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“
einsetzbar sein.

Im Klartext: Wer in der Lage ist, bis unter drei Stunden am Tag einen Stapel Papier von einer auf die andere Seite zu legen, erhält möglicherweise die volle Erwerbsminderungsrente. Kann er dies bis unter sechs Stunden am Tag tun, so reduziert sich der Leistungsanspruch auf eine halbe „EM-Rente“. Wer bisher 2.000 Euro brutto verdient hat, erhält dann nur noch rund 327 Euro.

Gerade für Gutverdiener, Handwerker oder Selbständige sieht die Nettolücke in vielen Fällen noch wesentlich gravierender aus: Ein Angestellter mit einem Bruttomonatseinkommen von 3.500 Euro erhält eine volle Erwerbsminderungsrente von etwa 1.065 Euro. Die halbe EM-Rente betrüge 533 Euro. Ein Handwerksmeister, der nach 18 Jahren seine Einzahlungen einstellt, erhält maximal eine volle Erwerbsminderungsrente von 871 Euro (halbe EM-Rente: 435 Euro). Wer als Selbständiger 30 Jahre lang freiwillig Höchstbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt hat, hat einen Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente von ca. 1.290 Euro (halbe EM-Rente ca. 645 Euro).

Ohne private Absicherung bleibt in solchen Fällen nur noch der Gang zum „Sozialamt“ (Stichwort: Hartz IV). Dabei ist zu bedenken, dass das neuen Arbeitslosengeld II gerade einmal 345 Euro (alte Länder + Berlin Ost) bzw. 331 Euro (Neue Länder) für den Haushaltsvorstand vorsieht. Eine entsprechend hohe Absicherung tut also not. Dabei sollte ein Inflationsausgleich auch im Leistungsfall nicht vergessen werden./p>

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