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Worauf Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten sollten

Berufsunfähigkeitsbedingungen werden immer komplexer

Berufsunfähigkeitsbedingungen werden immer komplexer und für den Verbraucher in zunehmendem Maße undurchschaubarer. Insbesondere gilt dies für die neu entwickelten Angebote mit reduzierter Leistung (Stichwort: „temporäre BU“). Regelmäßig wird Verbrauchern daher empfohlen, die Tarifauswahl von positiven Testergebnissen abhängig zu machen. Besonders prominent: Franke & Bornberg in Hannover (Höchstwertung: „FFF“) sowie Morgen & Morgen in Hofheim am Taunus (Höchstwertung: „*****““). Leider verbergen sich auch bei Tarifen mit Bestbewertung teils gravierende Fußangeln. Ein Abschluss nur auf Basis von Testergebnissen ist daher nicht anzuraten. Testergebnisse sind aber hilfreich, um gute von weniger guten Tarifen zu unterscheiden. Meiden Sie demnach nach Möglichkeit alle Angebote, die keine Höchstbewertungen erhalten haben. Ein niedriger Beitrag bringt Ihnen nichts, wenn Ihr Anbieter andernfalls nicht zahlt. Suchen Sie sich für die weitere Beratung einen kompetenten Berater.

Beantwortung der Gesundheitsfragen

Machen Sie eine möglichst vollständige Aufstellung Ihrer Krankengeschichte mit allen Namen, Diagnosen und Behandlungen. Vergessen Sie dabei weder Frauenarzt, Zahnarzt noch Masseur. Fragen Sie gegebenenfalls bei Ihrer Krankenkasse nach. Beachten Sie unbedingt auch die Angabe von Bagatellerkrankungen. Die meisten Streitigkeiten mit Berufsunfähigkeitsversicherern resultieren aus fehlerhaften Angaben zu den Gesundheitsverhältnissen. Der Versicherer kann wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung bis zu 10 Jahre von einem bereits geschlossenen Vertrag zurücktreten. Enthält Ihr Antrag zeitlich unbefristete Fragen zu Ihren Gesundheitsverhältnissen, so meiden Sie diesen Anbieter.

Der ausgeübte Beruf

Bei der Frage nach dem ausgeübten Beruf sollten unbedingt auch Zweit- und Nebenberufe angegeben werden. Dies gilt auch dann, wenn im Antrag nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird. Dabei ist nicht der erlernte Beruf, sondern die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit entscheidend. Versichern Sie nach Möglichkeit eine Rente in Höhe Ihres aktuellen Nettoeinkommens. Oft sind jedoch höchstens 60 bis 75 % davon möglich. Optimal ist eine Absicherung bis Endalter 65 oder (falls möglich) 67. Für viele Berufe ist eine solche allerdings nicht möglich.Sollte es Ihnen auf Grund Ihres Berufes, Ihrer Gesundheit oder Ihres Geldbeutels nicht möglich sein, den für Sie optimalen Versicherer auszuwählen, so vereinbaren Sie Versicherungsschutz bei der zweiten Wahl. Es gilt: Besser ein Schutz mit Einschränkungen als kein Schutz. Ein guter Tipp zum Schluss: Versichern Sie sich so jung wie möglich. Mit steigendem Alter steigen die Prämien überproportional.

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