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Kategorie: Hausratversicherung


Die passende Hausratversicherung finden

Hausrat – Schutz von Hab und Gut

In den vergangenen Jahren haben Haus- und Wohnungseinbrüche zugenommen. Die entstehenden Schäden erhöhen sich ebenso. Diebe und Raubbanden konzentrieren sich auf Villen, Einfamilienhäuser und Wohnungen in teuren Wohnlagen. Mit einer Hausratversicherung schützen Sie sich gegen die finanziellen Folgen eines Einbruchdiebstahls. Bei der riesigen Auswahl an Versicherern und Tarifen ist es nicht einfach, die passende Police zu finden. Es gib enorme Unterschieden zwischen den Angeboten.


Voraussetzung einer arglistigen Täuschung

Im zu entscheidenden Fall hat das OLG Hamm, 27.07.2011 – 20 U 146/10 eine vollständige Leistungsfreiheit des Versicherers wie folgt untermauert:


Hausratversicherung: Nachweis eines Einbruchdiebstahls

Der Nachweis eines Einbruchdiebstahls ist nicht immer leicht zu erbringen. Liegen keine Einbruchspuren vor, hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, den Nachweis des äußeren Bildes in Form eines Nachschlüsseldiebstahls zu führen. Dazu muss er konkrete Umstände nachweisen, die nach der Lebenserfahrung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit darauf schließen lassen, dass der Täter einen Nachschlüssel benutzt hat.


Hausratversicherung: Versicherungsschutz bei Einbruch durch nicht abgeschlossene Nebentür

Wer sein Haus für wenige Stunden verlässt, ohne alle Eingangstüren abzuschließen, verliert im Falle eines Einbruchdiebstahls nicht zwangsläufig seinen Versicherungsschutz aus einer Hausratversicherung. Das hat das Oberlandesgericht Schleswig im vergangenen Jahr entschieden (OLG Schleswig, 04.03.2010 – 16 U 44/09): Es beurteilte das Nichtverschließen einer Nebeneingangstür bei einer 2,5-stündigen Abwesenheit als nicht grob fahrlässig.


Hausratversicherung: Unterversicherungsverzicht verhindert Enttäuschungen

Die Hausratversicherung ist für etwa 75 % der Deutschen ein Muss . Tritt der Schadenfall ein, kann dies für Versicherungsnehmer unangenehme Folgen haben, wenn sie feststellen, dass der Versicherer wegen einer Unterversicherung den Schaden nur anteilig übernimmt. Die Einbeziehung eines Unterversicherungsverzichts kann bei diesem Problem Abhilfe schaffen.


Hausrat- und Wohngebäudeversicherung: Wasserschaden

Bei Wasserschaden versicherungstechnisch auf Nummer sicher gehen

Ein vollgelaufener Keller oder eine unter Wasser stehende Wohnung sind wohl der Alptraum jedes Haus- oder Wohnungsbewohners. Doch die Gefahr besteht: Gerade unbeaufsichtigte Spül- oder Waschmaschinen sind ein Risikofaktor, der nicht unterschätzt werden sollte. Denn im Falle eines tatsächlichen Schadens stellt sich versicherungstechnisch die Frage, welche Schuld den Bewohner trifft. Der Bund der Versicherten klärt auf.


Hausratversicherung: Stehlgutliste muss unverzüglich beim Versicherer eingereicht werden

Wer Opfer eines Einbruchsdiebstahls wird, muss seinen Hausratversicherer nicht nur unverzüglich über den Eintritt des Versicherungsfalls informieren. Auch eine Auflistung aller gestohlenen Gegenstände muss ebenso unverzüglich erstellt und dem Versicherer übersandt werden – ein Zeitraum von mehr als drei Wochen erfüllt dieses Kriterium nicht mehr. Das hat das Oberlandesgericht in einem kürzlich bekannt gewordenen Beschluss entschieden (OLG Düsseldorf, 03.07.2008 – I-4 U 195/07).


Versicherer darf zeitlichen Rahmen setzen

Wer sein Fahrrad gern einmal über Nacht draußen stehen lässt, sollte beim Abschluss einer Hausratversicherung die Bedingungen genauestens unter die Lupe nehmen. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) haben Assekuranzen das Recht, den Versicherungsschutz im Fall eines Diebstahls zeitlich zu begrenzen (Az.: IV ZR 87/07).


Nicht abschließen der Wohnungstür grob fahrlässig

Haustüren von Wohnungen oder Häusern sollten beim längeren Verlassen derselben immer abgeschlossen werden – ansonsten droht im Falle eines Einbruchs der Verlust des Hausratversicherungsschutzes. Das zeigt eine kürzlich bekannt gewordene Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln (OLG Köln, 28.04.2008 – 9 U 148/07).


Versicherungsschutz besteht auch für Gegenstände außerhalb der Wohnung

Eine Hausratversicherung deckt auch Diebstähle von Gegenständen ab, die vorübergehend außerhalb der Wohnung gelagert werden. Dies hat das Oberlandesgericht Hamm (OLG Hamm, Urteil vom 7. September 2007, Az.: 20 U 54/07) in einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil entschieden.

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Mit einer Hausratversicherung lassen sich alle Gegenstände versichern, die sich in einem Haushalt befinden. Einrichtungsgegenstände, die zum Gebrauch oder Verbrauch dienen, lassen sich auf diese Weise gegen Blitzschlag, Überschwemmung, Sturm und Hagel, Leitungswasser, Feuer, Explosion oder gar gegen Einbruch absichern. Versichert sind neben Computer, Fernseher, Stereoanlage und CDs auch Kleidungsstücke, Möbel, Teppiche, Bücher, alle Hobby- oder Sportgeräte sowie Küchengeräte und Musikinstrumente. Kommt es zu Schäden an Einrichtungsgegenständen, ersetzt die Hausratversicherung immer den Neuwert bis zur vertraglich vereinbarten Versicherungssumme.

Der monatliche Beitrag bemisst sich neben dem zu versichernden Hausrat auch an den möglichen Ereignissen, die eine Beschädigung hervorrufen können. Bei der Vertragsgestaltung sollte daher auf etwaige Leistungsausschlüsse geachtet werden, denn nicht jede Gesellschaft versichert auch den Laptop oder ein Handy. Wer zudem nicht auf den Kosten wegen grober Fahrlässigkeit sitzen bleiben möchte, vereinbart mit seinem Versicherer einen „Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit“. Fahrlässigkeit kann zum Beispiel eintreten, wer seine Waschmaschine unbeaufsichtigt laufen lässt, während er seinen täglichen Einkauf tätigt. Um die richtige Versicherungssumme zu ermitteln, genügt ein einfacher Hausratversicherungsvergleich, in dem neben der Wohnungsgröße auch mögliche wertvolle Gegenstände anzugeben sind. Mit einem solchen Vergleich lassen sich dann auch die besten Versicherungen und Tarife ermitteln. Damit die Leistung durch den Versicherer entsprechend ausfällt, sollte auf eine ausreichende Deckungssumme geachtet werden. Hierbei sollte immer der tatsächliche Wert des Hausrats versichert werden. Wer hingegen seinen Hausrat unterversichert, muss im Leistungsfalle mit entsprechenden Kürzungen rechnen. Die normale Deckungssumme deckt dabei lediglich den fiktiven Wert des tatsächlich vorhandenen Hausrats ab. Dieser Wert wird pauschal anhand der Wohnfläche ermittelt. Personen, die sehr wertvolle und teure Gegenstände in ihrer Wohnung aufbewahren, sollten daher ihre Versicherungssumme entsprechend erhöhen. Damit die Versicherung leistet, müssen den Schäden bestimmte Ursachen zugrunde liegen. Es müssen also Gegenstände zum Beispiel durch Feuer, durch Wasser zerstört oder durch einen Einbruch entwendet worden sein. In diesen Fällen übernimmt der Hausratversicherer die Kosten für eine Neuanschaffung.

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