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Riester Rente

Der Staat finanziert Ihre private Altersvorsorge mit

Riester Rente
  • Hohe Zulagen und Steuervorteile
  • Lebenslang garantierte Rente
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Riester: Lebenslange Garantie, staatliche Zulagen und Steuervorteile!

Je früher Sie mit der privaten Altersvorsorge starten, desto besser. Millionen Deutsche nutzen heute schon die Riester-Rente. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Staat gewährt Riester-Sparern Jahr für Jahr erfreulich hohe Zulagen und Steuervorteile, um die Kürzungen bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Durch die attraktive Förderung kann sich die Rendite der Riester-Rente sehen lassen. Zulagen gibt es für Sie als Vertragsinhaber selbst und zusätzlich für jedes Ihrer kindergeldberechtigten Kinder. Die Riester-Vorsorge erhalten Sie als klassische Rentenversicherung, aber auch als fondsgebundene Altersvorsorge mit Beitragsgarantie.

Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Die Riester-Rente ist empfehlenswert, wenn Sie Ihre finanzielle Versorgungslücke mit einer privaten Altersvorsorge schließen müssen und dafür die staatlichen Zulagen voll ausnutzen wollen. Die Höhe der Zulagen ist dabei unabhängig von Ihrem Einkommen. Besonders lukrativ ist die Riester-Vorsorge für Eltern, denn je mehr Kinder sie haben, desto höher sind die staatlichen Zuschüsse. Die Riester-Förderung besteht aus der staatlichen Zulage und dem Abzug der Beiträge als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung. Wegen des Steuervorteils lohnt sich die Riester-Rente oft auch für Gutverdiener ohne Kinder, die mit staatlicher Hilfe privat für den Ruhestand vorsorgen und dabei kräftig Steuern sparen wollen.

Wie hoch ist die staatliche Förderung?

Die Höhe der Riester-Förderung hängt von den persönlichen Voraussetzungen ab. Als Riester-Sparer bekommen Sie vom Staat eine Grundzulage von 154 Euro pro Jahr, die direkt in Ihr Vorsorgevermögen fließt. Hinzu kommen 185 Euro jährlich für jedes Kind, für nach 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro. Wer bis zum 25. Lebensjahr in die Riester-Vorsorge einsteigt, erhält zusätzlich einen Einmalbonus von 200 Euro. Um Förderung in voller Höhe zu erhalten, müssen Sie jährlich vier Prozent Ihres Einkommens in die Riester-Vorsorge einzahlen, einschließlich der Zulagen aber maximal 2.100 Euro im Jahr. Die Beiträge für Ihre Riester-Rente können Sie steuerlich geltend machen. Das lohnt sich vor allem für Gutverdiener mit hohem persönlichem Steuersatz, denn das Finanzamt prüft, ob die Steuererstattung höher ist als die Zulagen und gewährt automatisch die vorteilhafteste Lösung. Übersteigt die Steuerersparnis die Zulagen, bekommen Sie zusätzlich eine Steuerrückzahlung.

Kann ich persönlich die Riester-Zulagen nutzen?

Ein Recht auf Riester-Förderung haben Sie als gesetzlich rentenversicherter Arbeitnehmer und als Beamter, aber auch als Selbstständiger, wenn Sie in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Als Minijobber erhalten Sie Riester-Förderung, wenn Sie den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung freiwillig durch eigene Beiträge aufstocken. Auch als Ehepartner eines zulagenberechtigten Riester-Sparers und während der Elternzeit haben Sie Anspruch auf Förderung Ihres eigenen Riester-Vertrags. Die staatlichen Zulagen brauchen Sie nicht jährlich neu beantragen. Ausreichend ist ein einmaliger Dauerzulagenantrag, mit dem Sie Ihren Riester-Rentenversicherer ermächtigen, die Ihnen zustehende Förderung jährlich bei der zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen zu beantragen. Die Zulagen erhalten Sie dann Jahr für Jahr automatisch, ohne sich weiter darum kümmern zu müssen.

Für welche Vorsorgeformen erhalte ich Riester-Förderung?

Sie wollen im Ruhestand auf nichts verzichten und mit staatlicher Hilfe finanziell vorsorgen? Bei Censio erfahren Sie, wie Sie das Beste aus Ihrem Förderanspruch machen können. Die attraktiven Zulagen und Steuervorteile bekommen Sie für alle Verträge, die den gesetzlichen Anforderungen für Riester-Produkte entsprechen. Voraussetzung für die Anerkennung als Riester-Produkt ist die spätere Auszahlung als Leibrente, das Vertragsguthaben darf nicht beleihbar oder verpfändbar sein, der Versicherer muss den Kapitalerhalt bi Rentenbeginn garantieren. Die Riester-Förderung gibt es für klassische Rentenversicherungen, aber auch für fondsgebundene Rentenpolicen, für Sparpläne, Bausparverträge, für betriebliche Altersvorsorge oder für die Finanzierung einer von Ihnen selbst genutzten Immobilie. Die Zulagen fließen direkt in Ihren Riester-Vertrag. Riester-Angebote werden durch eine staatliche Zulagenstelle geprüft und zertifiziert.

Was leistet die Riester-Rente?

Mit der Riester-Rente sichern Sie sich ein staatlich gefördertes Zusatzeinkommen nach dem aktiven Arbeitsleben. Im Ruhestand bekommen Sie aus Ihrem Riester-Vermögen eine laufende Rente, frühestens ab dem vollendeten 62. Lebensjahr. Für Frauen und Männer gelten die gleichen Tarife. Die Riester-Rente fließt lebenslang, egal wie alt Sie einmal werden. Bis zu 30 % des Kapitals können Sie sich auf Wunsch gleich bei Rentenbeginn in einer Summe auszahlen lassen. Wichtig zu wissen: Mit Riester-Förderung angespartes Vermögen ist pfändungssicher und wird nicht auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet, denn es zählt zur staatlich geförderten Altersvorsorge und ist deshalb gesetzlich geschützt.

censio-Expertentipp:

Censio-Expertentipp: Fonds¬gebundene Riester-Versicherungen bringen oft mehr Rendite und damit eine höhere Rente, weil ein Teil Ihres Geldes chancenreicher investiert wird als bei klassischen Rentenpolicen. Bei vielen Anbietern können Sie zwischen unterschiedlichen Fonds auswählen. Ihr Kapital ist aber in jedem Fall garantiert.

Worauf muss ich bei der Riester-Rente achten?

Ihre Riester-Vorsorge sollten Sie konsequent bis zum Rentenbeginn besparen, um die staatliche Förderung in voller Höhe zu nutzen und im Alter ein möglichst hohes Zusatzeinkommen zu haben. Sinn einer Riester-Rente ist es, langfristig Vorsorgekapital für den Ruhestand aufzubauen. Wenn Sie Ihre Riester-Rente vorzeitig kündigen, muss die bereits gutgeschriebene Förderung zurückgezahlt werden. Wenn Sie über kein oder nur ein sehr geringes Einkommen verfügen, brauchen Sie aber nur 60 Euro im Jahr beziehungsweise fünf Euro im Monat als Eigenbetrag in Ihre Riester-Rente investieren, um die vollen Zulagen zu erhalten. Achtung: Bei teuren Anbietern fallen unnötig hohe Kosten an, die später zu Lasten Ihrer Rente gehen. Vergleichen Sie die Angebote deshalb sorgfältig, bevor Sie Ihre Riester-Rente abschließen. Antworten auf viele Fragen rund um die private Altersvorsorge finden Sie auch in unseren praktischen Ratgebern und in unserem Lexikon.

Wie finde ich die richtige RiesterRente?

Sie wollen die Riester-Förderung für Ihre private Altersvorsorge nutzen? Die Bandbreite der Angebote ist groß, nicht alle Produkte wirklich empfehlenswert. Mit Censio finden Sie die passende Riester-Rente aber unkompliziert und ohne hohen Zeitaufwand. Selbst wenn Sie schon eine Riester-Vorsorge besitzen, prüfen wir auf Wunsch für Sie, ob sich nicht doch der Wechsel lohnt – das ist problemlos möglich, denn Ihr Riester-Kapital können Sie problemlos auf einen anderen Anbieter übertragen. Geben Sie einfach kurz Ihre Eckdaten in die Suchmaske ein, umgehend erhalten Sie unser maßgeschneidertes Vergleichsangebot. Oder wünschen Sie eine persönliche Auskunft durch unsere erfahrenen Experten? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf. Gerne beraten wir Sie individuell, welche Riester-Rente sich für Sie lohnt.

Finden Sie mit censio.de die passende Riester Rente!

Die gesetzliche Rente reicht heute kaum noch aus – ohne wirksame Privatvorsorge droht Ihnen Armut im Alter. Die Riester-Rente ist ein wichtiger Baustein, mit dem Sie für mehr finanzielle Sicherheit im Ruhestand sorgen. Umso besser, dass sich Vater Staat mit attraktiven Zulagen und Steuervorteilen beteiligt. Sie wollen eine Altersvorsorge mit hoher staatlicher Förderung? Machen Sie jetzt den Riester Rente Vergleich!

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Nutzen Sie jetzt die hohen Zulagen und Steuervorteile

Als Riester-Sparer bekommen Sie im Ruhestand eine lebenslange Zusatzrente. Durch die staatliche Förderung erzielen Sie eine außergewöhnlich gute Rendite: Sie erhalten eine Grundzulage von bis zu 154 Euro pro Jahr, pro Kind kommen noch einmal 185 Euro hinzu. Für Kinder, die ab 1. Januar 2008 geboren sind, bekommen Sie sogar 300 Euro Riester-Zulage. Alternativ können Sie jährlich bis zu 2.100 Euro Sparleistung als Sonderausgaben geltend machen. Ob Zulagen oder Steuerabzug – Ihr Finanzamt wendet automatisch die günstigere Lösung für Sie an!

Die Riester Rente bringt Ihnen mehr Sicherheit für Ihr Alter

Ihre Riester Rente ist besonders sicher: Das angesparte Kapital ist unpfändbar und auch bei Arbeitslosigkeit vor Anrechnung geschützt. Beiträge und Zulagen werden vom Anbieter garantiert. Bis zu 30 Prozent können Sie sich gleich zu Rentenbeginn in einer Summe auszahlen lassen. Das Kapital Ihrer Riester Rente dürfen Sie schon während der Einzahlphase für den Bau oder Kauf Ihrer selbst genutzten Immobilie entnehmen, dabei bleibt Ihr Förderanspruch voll erhalten. Schließen sie Ihre Riester Rente noch vor Jahresende ab und sichern Sie sich die hohe staatliche Förderung für das ganze laufende Jahr!

Riestern Sie richtig: Wir zeigen Ihnen erstklassige Angebote!

Ob klassische Rentenpolice, Wohn-Riester oder Fondssparplan – welches Riester-Produkt das richtige für Sie ist, hängt von Ihrer individuellen Vorsorgesituation ab. Auch wenn Sie schon nach dem Riester-Modell sparen, sichern Sie sich durch Wechsel zu einem besseren Anbieter oft eine deutlich höhere Garantierente. Mit uns finden Sie eine Riester-Vorsorge, die genau zu ihren Bedürfnissen passt. Fordern Sie jetzt unser Angebot an!

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Riester Rente – FAQ – Häufige Fragen

Allgemeines zur Riester Rente ( Kapitalgedeckte Zusatzversicherung )

Auf Grund der demographischen Entwicklung kann der Staat die Rentenzahlungen im Umlageverfahren nicht im bisherigen Umfang aufrechterhalten. Das Versorgungsniveau wird zurückgehen. Mit diesem Altersvermögensgesetz eröffnet der Staat die Möglichkeit, privat vorzusorgen, und gewährt hierfür Förderungen. Es ist der Einstieg in die so genannte private kapitalgedeckte Altersvorsorge, bei der der Bürger nur für sich selbst spart. Im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes gehört die Riester Rente zur zweiten Schicht – Kapitalgedeckte Zusatzversorgung und bietet Ihnen eine attraktive steuerliche Förderung der Beiträge vom Staat.

Für wen ist die Riester Rente besonders interessant? Wie hoch ist die staatliche Förderung? Welche Riester-Tarife stehen zur Auswahl und worauf ist zu achten ? Dieser Blog beantwortet die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Riester Rente. Zudem werden im Versicherungslexikon wichtigsten Fachbegriffe und Begriffserklärungen aus dem Bereich Altersversorgung ausführlich erläutert.

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Was ist eigentlich die Riester Rente?

Was ist die Riester-Rente ?

Die Riester-Rente ist im Grunde eine private Rentenversicherung, die in Teilen vom Staat gefördert wird. Damit eine Rentenversicherung gefördert wird, muss sie diversen Kriterien entsprechen. Diese Kriterien sollen dafür sorgen, dass die Versicherten mit bestimmten Mindestanforderungen versichert sind.

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Sind mit der Riester-Rente alle Lücken in der Altersversorgung geschlossen?

Bin ich mit einer Riester-Rente ausreichend versichert?

Die Riester Rente reicht in der Regel nicht aus, denn zwischen letztem Arbeitslohn und der Rente wird weiterhin ein Unterschied liegen. Die Riester Rente soll die die zusätzliche Lücke der staatlichen Rentenversicherung schließen und ergänzt somit nicht die staatliche Rente, sondern nur einen Teil. Um also den während des Berufsleben geführten Lebensstil beizubehalten, sind herkömmliche Versicherungen wie Lebens- oder Rentenversicherungen dringend zu empfehlen!

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Wie sicher sind die Einzahlungen in eine Riester-Rente?

Riester Rente – Garantie

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Riester-Rente ist die Garantie, dass zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zur Verrentung zur Verfügung stehen. Die Riester-Rente erfüllt diese Voraussetzungen.

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Bekomme ich Geld vom Staat geschenkt?

Geld vom Staat

Ja, aber nur unter der Bedingung, dass eine private Rentenversicherung abgeschlossen wird, die vom Staat als Förderwürdig zertifiziert wurde. Zu den vom versicherten zu zahlenden Beiträgen kommt dann ein Zuschuss durch den Staat hinzu.

Was ist eigentlich eine Zertifizierung?

Zum Nachweis der Förderfähigkeit von Altersvorsorgeprodukten hat der Gesetzgeber eine Zertifizierungsstelle bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht prüft, ob die Altersvorsorgeverträge die gesetzlich vorgeschriebenen Bestandteile enthalten. Nur dieser vollständige Inhalt wird zertifiziert.

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Riester-Rente und der Anspruch auf die staatliche Förderung

Wann bekommt ein Altersvorsorgevertrag den Stempel „Riester-Rente“ und ich Anspruch auf die staatliche Förderung ?

Ein Altersvorsorgevertrag muss fünf Kriterien erfüllen, damit er den Stempel „Riester-Rente“ und der Versicherte Anspruch auf die staatliche Förderung erhält. Das sind:

  • Geschlechtsneutrale Tarife (ab 2006)/ Auszahlung nicht vor Beginn des 60. / 62. Lebensjahres/
    Erwerbsunfähigkeit und Hinterbliebene können zusätzlich abgesichert werden.
  • Garantie der eingezahlten Beiträge
  • Lebenslange Rente oder Aiszahlungsplan mit 30% des zu Beginn der Auszahlungsphase zur
    Verfügung stehenden Kapitals ist zulässig.
  • Verteilung der Abschluss- und Vertriebskosten auf 5 Jahre.
  • Anspruch, den Vertrag ruhen zu lassen, zu kündigen und zu wechseln sowie Mittel zum
    Wohnungsbau zu entnehmen.

Welche Voraussetzung muss ein Vertrag haben, damit er gefördert wird?

Es werden Anlageformen gefördert, die im Alter eine ergänzende lebenslange Zahlung garantieren.
Die eingezahlten Beträge müssen als Mindestleistung zugesichert werden. Die Leistungen dürfen frühestens mit Ablauf des 60. / 62. Lebensjahres zur Auszahlung kommen

Auszahlung der Riester Rente

Der Auszahlungbeginn / zeitpunkt der Riester Rente hat sich geändert. Das bedeutet für vor dem Jahr 2012 abgeschlosse Verträge, dass der Auszahlungbeginn mit Erreichen des 60. Lebensjahres startet. Für ab dem Jahr 2012 abgeschlossene Neu-Verträge beginnt die Auszahlung jedoch erst ab dem 62. Lebensjahr. Der Auszahlungsbeginn ist auf Grund der gesetzlichen Anhebung des Rentenalters um zwei angestiegen.

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Was versteht man unter „Unisex-Tarifen“?

Unisex-Tarife

„Unisex-Tarife“ stellen sicher, dass Frauen und Männer bei gleichen Beiträgen auch die gleichen monatlichen Leistungen erhalten. Alle zertifizierten Altersvorsorgeverträge, die seit dem 31.12.2005 abgeschlossen werden, müssen solche Tarife vorsehen.

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Ab wann dürfen denn Auszahlungen aus dem Altersvorsorgevermögen erfolgen?

Riester Rente – Auszahlungsbeginn

Der frühest mögliche Auszahlungsbeginn ist das vollendete 60. Lebensjahr- unabhängig davon – andere Altersvorsorgeansprüche (gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung) fällig werden.

Kann ich mehr als einen Riestervertrag abschließen?

Prinzipiell können mehrere Riester-Verträge nebeneinander abgeschlossen werden. Allerdings kann der Zulagenanspruch auf höchstens zwei Verträge verteilt werden. Sollten mehr als zwei Riesterverträge gleichzeitig bespart werden- was in der Praxis sehr selten vorkommen dürfte-, so muss sich der Sparer entscheiden, auf welche zwei Verträge die Zulage gutgeschrieben werden soll.

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Wer erhält die neue staatliche Förderung?

Wer wird gefördert?

Der Staat fördert Ihre private Altersvorsorge zur Sicherung des Lebensstandards im Alter,
mittels Zahlung von staatlichen Zulagen und einer ggf. zusätzlichen Steuerersparnis.
Es kommen alle Personen in den Genuss der staatlichen Förderung, die Pflichtmitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, also alle:

  • Rentenversicherten Arbeitnehmer
  • Rentenpflichtversicherte Landwirte
  • Kindererziehende (max. für die ersten 3 Lebensjahre des Kindes)
  • Bezieher von Lohnersatzleistungen
  • Nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen
  • Wehr- und Zivildienstleistende
  • Beamte, Richter, Soldaten und Amtsträger
  • Bezieher von Vorruhestandsgeld und Altersübergangsgeld
  • Geringfügig Beschäftigte, bei Verzicht auf Versicherungsfreiheit werden gefördert.

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Wer erhält keine staatliche Förderung?

Mein Ehegatte gehört nicht zum förderfähigen Kreis.Bekommen wir beide eine Förderung?

Ja, auch bei Ehepaaren, bei denen nur denen nur ein Partner förderberechtigt ist, besteht die Möglichkeit, dass beide Ehegatten einen eigenen Altersvorsorgevertrag abschließen. Der förderberechtigte Ehegatte muss sich also an der geförderten Altersvorsorge beteiligen und auch einen Eigenbeitrag bezahlen. Voraussetzung ist, dass die Person zum förderfähigen Personenkreis gehört.

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Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Lohnt sich die Riester Rente ?

Die Riester Rente lohnt sich grundsätzlich für alle. Besonders lukrativ ist sie vor allem für untere Einkommensgruppen und für kinderreiche Familien. Weil es aber nicht nur staatliche Zulagen, sondern auch Steuervorteile gibt, lohnt ein solcher Vertrag ebenso für andere Vorsorgesparer und insbesondere für gut verdienende Personen.

Warum sollten gerade junge Menschen eine zusätzliche Eigenvorsorge aufbauen?

Die gesetzliche Rentenversicherung kann langfristig nicht mehr das leisten kann, was sie heute leistet. Das müssen die jüngeren bei ihrer Altersvorsorge beachten. Deshalb empfiehlt sich eine Kombination aus gesetzlicher Rentenversicherung und zusätzlicher Altersvorsorge. Die zusätzliche Altersvorsorge bietet Möglichkeiten, gute Renditen zu erzielen. Und sie wird vom Staat in großem Umfang gefördert.Klar ist: Je langfristiger eine Geldanlage angelegt ist, desto höher sind die Erträge. Daher ist es bei langen Laufzeiten möglich, sogar mit relativ geringem Sparaufwand wegen des Zinsesinseffektes ein hohes Kapital zu erwerben. Durch die steuerliche Freistellung nicht nur der Sparbeträge, sondern auch der Zinsen und Erträge während der Aufschubzeit ergibt sich ein weiterer Vorteil.

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Habe ich einen Anspruch auf Förderung, auch wenn ich arbeitslos bin?

Anspruch auf Förderung bei Arbeitslosigkeit ?

Ja, auch Arbeitslose haben einen Anspruch auf Förderung, da diese Personengruppe sozialversicherungspflichtig ist. Dies trifft ebenfalls für Bezieher von Arbeitslosengeld II zu, da die Bundesagentur für Arbeit einen pauschalen Mindestbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Voraussetzung ist dabei jedoch, dass Arbeitslosengeld II- Bezieher vor Beginn ihrer Arbeitslosigkeit rentenversicherungspflichtig waren. Ebenfalls sind dabei Personen direkt anspruchsberechtigt, die aufgrund ihrer Vermögensverhältnisse oder anderweitiger Einkünfte kein Arbeitslosengeld II erhalten.

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Wie hoch ist die staatliche Förderung?

Welche Zulagen gewährt der Staat?

Die maximale Zulage erhält, wer ab 2002 ein Prozent (maximal 525 Euro, 2004 zwei Prozent 1050 Euro), ab 2006 drei Prozent (maximal 1575 Euro) und ab 2008 vier Prozent (maximal 2100 Euro) seines versicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens für die private Altersrente spart.

Grundzulage:

Grundzulage in den Jahren 2002 und 2003 38 EUR
in den Jahren 2004 und 2005 76 EUR
in den Jahren 2006 und 2007 114 EUR
ab dem Jahr 2008 jährlich bis zu 154 EUR

Kinderzulage:

Kinderzulage In den Jahren 2002 und 2003 46 EUR
in den Jahren 2004 und 2005 92 EUR
in den Jahren 2006 und 2007 138 EUR
ab dem Jahr 2008 jährlich bis zu 185 EUR
für ab 2008 geborene Kinder jährlich bis zu 300 EUR

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Wie und wann erhalten Sie die maximale Förderung?

Wie erhalte ich die maximale Zulage?

Die maximale Zulage erhält, wer ab 2004 zwei Prozent (maximal 1050 Euro), ab 2006 drei Prozent (maximal 1575 Euro) und ab 2008 vier Prozent (maximal 2100 Euro) seines versicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens (VJE) für die private Altersrente spart.

VJE Max.
in den Jahren 2002 und 2003 1% 525 EUR
in den Jahren 2004 und 2005 2% 1.050 EUR
in den Jahren 2006 und 2007 3% 1.575 EUR
ab dem Jahr 2008 jährlich bis zu 4% 2.100 EUR

Die jeweils auf den Vertrag gezahlten Zulagen sind bereits in diesen Beiträgen enthalten

Wie erfolgt der Sonderausgabenabzug?

Die freiwilligen Beiträge können im Rahmen bestimmter Höchstgrenzen vom zu versteuernden Einkommen abgesetzt werden. Diese Höchstgrenzen betragen:

in den Jahren 2002 und2003 525 EUR
in den Jahren 2004 und 2005 1.050 EUR
in den Jahren 2006 und 2007 1.575 EUR
ab dem Jahr 2008 jährlich bis zu 2.100 EUR

Die jeweils auf den Vertrag gezahlten Zulagen sind bereits in diesen Beiträgen enthalten. Der Sonderausgabenabzug wirkt sich je nach individuellem Einkommensteuersatz unterschiedlich aus. Es empfiehlt sich, den Sonderausgabenabzug gelten zu machen. Das Finanzamt prüft im Rahmen einer so genannten Günstigerprüfung, ob über die Zulagenförderung hinaus eine zusätzliche Steuererstattung zum Tragen kommt.

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Wer erhält die Kinderzulage?

Wer erhält die Kinderzulage?

Bei Eltern, die zusammenleben, wird die Kinderzulage der Mutter zugeordnet, auf Antrag beider Eltern dem Vater. Dieser Antrag kann nur jeweils für ein Beitragsjahr gestellt und nicht zurückgenommen werden.Leben die Eltern getrennt, wird die Zulage dem Vertrag des Zulageberechtigten gutgeschrieben, der das Kindergeld erhält. Bei geschiedenen Eheleuten oder allein erziehenden Elternteilen erhält immer derjenige die Kinderzulage, der das Kindergeld bezieht.

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Allgemeine Fragen zum Eigenbetrag

Wieviel wird mich eine Riester-Rente also etwa Kosten?

Die vollen staatlichen Zulagen und Steuervorteile werden dann gewährt, wenn ein Versicherter in 2007 mindestens 3 Prozent des versicherungspflichtigen jährlichen Bruttolohns abzüglich der Zulagen durch den Staat in die Rentenversicherung einzahlt. Der Betrag steigt ab 2008 auf 4Prozent.

Was passiert, wenn ich meinem Mindesteigenbeitrag nicht oder nur teilweise leiste?

In diesem Fall werden die Zulagen nach dem Verhältnis der Altersvorsorgebeiträge zum Mindesteigenbeitrag gekürzt. Das bedeutet, dass der Anspruchsberechtigte, der nur 60% des Mindesteigenbeitrages geleistet hat, auch nur 60% der ihm zustehenden Zulagen erhält.

Reicht es, wenn ich den Förderbeitrag anlege oder muss ich auch eigene Beiträge leisten?

Grundsätzlich gilt: Ohne Eigenbeiträge keine staatliche Förderung. Um die volle staatliche Förderung zu erhalten, muss ein Mindesteigenbeitrag geleistet werden. Wie hoch der Eigenanteil ist, hängt stets von der Höhe des Vorjahreseinkommens und von der Höhe der Zulagen ab.

Wie erfahre ich, wie hoch meine beitragspflichtigen Einnahmen im Vorjahr waren?

Wenn Sie durchgehend bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind, erhalten Sie von ihm einmal im Jahr eine Jahresmeldung zur Sozialversicherung. Daraus ergibt sich, wie hoch Ihre rentenversicherungspflichtiges Entgelt im Vorjahr war. Auch aus der Gehaltsabrechnung Dezember können Sie das rentenversicherungspflichtige Einkommen ersehen.

Nach welchem Einkommen bemisst sich der Mindesteigenbeitrag bei Beamten und vergleichbaren Personengruppen und aus welchen Unterlagen kann ich die relevanten Einkommensgrößen ersehen?

Grundlage der Berechnung ist die bezogene Besoldung bzw. sind die bezogenen Amtsbezüge. Beamte erhalten eine monatliche Bezügemitteilung ihrer Besoldungsstelle. In der letzten Mitteilung des Jahres (für den Monat Dezember) ist dann auch die Höhe der Jahres-Bruttobesoldung (incl. der Sonderzahlungen) enthalten, die als Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des Altersvorsorgeaufwandes herangezogen werden kann.

Macht es Sinn auch mehr als den für optimale Zulagenförderung zu leistenden Eigenbeitrag aufzuwenden?

Bei entsprechenden Einkommen kann aus steuerlichen Gründen eine Beitragszahlung bis zum höhstförderfähigen Altersvorsorgeaufwand aufgestockt werden. Dadurch erhöht sich der Steuervorteil und damit die Steuerrückerstattung.

Kann mein Ehepartner, der nicht direkt anspruchsberechtigt ist, auch Eigenbeiträge leisten?

Dies ist nur dann sinnvoll, sofern der direkt anspruchsberechtigte Ehepartner seinen Mindesteigenbeitrag für die optimale Zulagenförderung aufwendet und gemeinschaftlich eine erhöhte Steuerprogression vorliegt. Dann kann auch der nicht anspruchsberechtigte Ehepartner seinen Vertrag bis zum maximal geförderten Aufwand aufstocken. Der Höchstbetrag kann dann allerdings für beide Eheleute nur einmal ausgeschöpft werden.

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Allgemeine Fragen zum Förderverfahren und Vertragsführung

Bis wann muss ich spätesten einen Vertrag und meine Beiträge geleistet haben, um die Förderung zum frühest möglichen Zeitpunkt zu erhalten?

Um die Zulage und die steuerlichen Vorteile für das ganze Jahr in Anspruch nehmen zu können, muss jeweils bis Jahresende der Vertrag geschlossen und der gesamte Mindesteigenbetrag eingezahlt sein.

Wie bekommt man die Zulage?

Der Vorsorgepartner bevollmächtigt einen Anbieter schriftlich, für ihn die Zulage zu beantragen. Dann muss er einmalig entsprechende Angaben zu seinem Status auf einem Formular ausfüllen und an den Anbieter versenden. Die Angaben über die Einnahmen des Sparers fragt der Anbieter dann beim Rentenversicherungsträger ab. Alles Weitere erledigt in beiden Fällen der Anbieter zusammen mit der ZfA. Der Zulagebetrag wird dem Altersvorsorgevertrag gutgeschrieben.

Muss ich zu Erlangung der Zulage meinen Anbieter informieren, wenn sich bei mir etwas
ändert?

Grundsätzlich ist der Anspruchsberechtigte verpflichtet, dem Anbieter unverzüglich eine Änderung seiner Verhältnisse (z.B. Scheidung, Heirat, Wegfall des Kindergeldanspruchs oder Familienzuwachs), die Einfluss auf den Zulagenanspruch und die Zulagenhöhe haben, mitzuteilen. Einige Anbieter bieten ihren Kunden den Service, dass mit Versand der Leistungsspiegel, ebenfalls eine Übersicht versendet wird, anhand derer der Kunde nochmals prüfen kann, inwieweit die zugrunde gelegten Daten noch aktuell sind.

Wie kann ich den steuerlichen Sonderausgabenabzug geltend machen?

Die Vorteile des Sonderausgabenabzugs können Sie nur gelten machen, wenn Sie eine Einkommensteuererklärung abgeben und Ihre im Veranlagungsjahr geleisteten Altersvorsorgebeiträge nachweisen (Anlage AV). Das Finanzamt prüft dann, ob Ihnen durch den Sonderausgabenabzug eine weitere Steuererstattung zusteht.

Was passiert, wenn sich mein Vorjahresgehalt erhöht hat?

Zu Jahresanfang werden an die relevanten Kunden so genannte Beitragsanpassungsbögen versendet. Hiermit wird Ihnen die Möglichkeit gegeben, Änderungen bzw. Erhöhungen zu Ihrem rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommen mitzuteilen. Sollte sich Ihr maßgebliches Bruttovorjahreseinkommen erhöht haben, so werden wir Ihren Vertrag in der Form anpasse, dass Sie in den Genuss der vollen staatlichen Zulagen kommen.

Kann ich mein angespartes Altersvermögen vererben?

Beim Vererben von Altersvermögen ist zwischen dem angesparten Kapital und der staatlichen Förderung zu unterscheiden. Bei Ehegatten bleibt die Förderung erhalten, wenn das ererbte Altersvermögen auf einen auf den Namen des Ehegatten lautenden zertifizierten Altersvorsorgevertrag übertragen wird. Der Vertrag kann auch erst zum Zweck der Übertragung abgeschlossen werden. Wenn ein Anbieter einen solchen Vertrag nicht anbietet, steht es dem Ehegatten frei, auf andere zertifizierte Produkte zurückzugreifen. Das Problem lässt sich aber dadurch vermeiden, dass beide Ehegatten rechtzeitig eigene Verträge abschließen. Bei anderen Erben wird die Steuerbefreiung auf die eingezahlten Einlagen gemacht. Im Falle des Todes fließt der um die steuerlichen Vergünstigungen (ganz oder teilweise) verminderte Kapitalbetrag den Erben zu. Fällt der Tod in die Auszahlungsphase, so sind die Förderbeträge, die auf die bis zum Tod ausgezahlten Beträge entfallen, nicht zurückzuzahlen. Für den danach verbleibenden Betrag gelten die allgemeinen steuerlichen Regelungen. Der Erbe des „Riester-Sparers“ steht somit nicht schlechter da als wenn er ungefördert geerbt hätte.

Welche Regelung liegt vor, sofern im Todesfall kein Ehepartner vorhanden ist und
Nachkommen da sind?

In der Regel fällt das Guthaben des Riestervertrages in den Nachlass und wird an die Nachkommen bzw. Erben abzüglich der bisher angefallenen Zulagen und Steuerförderung ausbezahlt.

Was passiert, wenn ich mich von meinem Ehepartner trenne?

Wird die Trennung im Laufe eines Jahres vollzogen, werden die Ehegatten für das laufende Jahr noch wie bisher gestellt. In dem auf die Trennung folgenden Jahr werden sie bei der Förderung wie Alleinstehende behandelt. Das bedeutet aber nicht, dass die vor der Zeit des Getrenntlebens erhaltenen Zulagen zurückgezahlt werden müssen. Wenn beide Ehepartner selbst zum förderberechtigten Kreis gehören, behalten sie beide ihren Zulagenanspruch. Die Kinderzulage bekommt, wer das Kindergeld erhält. Komplizierter wird es, wenn nur ein Ehepartner zum förderberechtigten Kreis gehört: Ehepartner, die nur abgeleitet zulagenberechtigt waren, verlieren mit Ablauf des Jahres der Trennung den Anspruch auf Altersvorsorgezulagen. Auch der Anspruch auf Kinderzulage geht dem nicht unmittelbar förderberechtigten Ehegatten in diesem Falle verloren. Die Kinderzulage erhält er nur, wenn er Kindergeld bezieht. Für ihn ändert sich auch die Berechnung des Mindeseigenbeitrages. Er kann nicht mehr die Zulagenabziehen, die sein abgeleitet zulagenberechtigter Ehepartnererhalten hat. Deshalb steigt sein Mindesteigenbetrag.

Was passiert mit dem Altersvorsorgevermögen im Falle einer Ehescheidung?

Grundsätzlich schließen beide Ehepartner jeweils eigene Altersvorsorgeverträge ab, so dass dort auch die jeweiligen Zulagen gutgeschrieben werden. Ob und in welcher Form im Rahmen des Versorgungsausgleichs im Scheidungsverfahren ein Ausgleich stattfindet, entscheidet das Familiengericht.

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Ist das Vorsorgevermögen vor dem Zugriff Dritter geschützt?

Schutz des Vorsorgevermögens vor Zugriffen Dritter

Pfändung:

Das angesparte Altersvorsorgevermögen, die Erträge , die laufenden Beiträge, und der Anspruch auf Zulage sind nicht pfändbar (§851 Abs. 1 Zivilprozessordnung in Verbindung mit § 97 Einkommensteuergesetz).

Insolvenz:

Altersvorsorgevermögen, Erträge, laufende Beiträge und Anspruch auf Zulage gehören nicht zur Insolvenzmasse (§ 36 Abs. 1 Insolvenzordnung).

Sozialhilfe:

Das angesparte Altersvorsorgevermögen und die Erträge werden nicht als Vermögen angerechnet (§ 90 Abs. 2 Nr. 2 SGB XII). Ebenfalls nicht angerechnet werden die laufenden Beiträge bis zur Höhe des Mindesteigenbeiträges (§ 82 Abs. 2 Nr. 3 SGB XII). Ebenfalls nicht angerechnet werden die laufenden Beiträge bis zur Höhe des Mindesteigenbeitrages (§ 82 Abs. 2 Nr. 3 SGB XII). Der Mindesteigenbeitrag für die volle Zulage beträgt zur Zeit 3% des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens abzüglich der Zulage.

Arbeitslosengeld II:

Das angesparte Altersvorsorgevermögen und die Erträge werden nicht als Vermögen angerechnet (§ 12 Abs. 2 Nr. SGB II).

Wichtig:

Nur gefördertes Altersvorsorgevermögen ist geschützt.Darüber hinausgehendes Kapital ist der (2. 100 EUR ab 2008) maximal steuerlich geförderten Anlagesumme von derzeit 1. 575 EUR ist nicht besonders geschützt. Der Schutz betrifft nur die Einzahlungen, das angesparte Kapital und dessen Erträge. Eine spätere Auszahlung aus der geförderten Vorsorge ist nicht besonders geschützt.

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Sonstige Fragen und Auszahlungsmodalitäten

Können Gelder auch variabel ausgezahlt werden?

Nein, eine Auszahlung in variablen Teilraten ist nicht zulässig. Allerdings kann sich der Vorsorgesparer zu Beginn der Auszahlungsphase maximal 30% des zu diesem Zeitpunkt vorhandenen geförderten Kapitals auf einmal auszahlen lassen. Eine Einmalauszahlung zu einem späteren Zeitpunkt ist hingegen nicht möglich.

Muss ich die Leistungen der zusätzlichen Altersvorsorge bei Rentenbezug versteuern?

Da in der Ansparphase die Beiträge steuerbefreit gezahlt werden und die Zinserträge in der Aufschubzeit steuerfrei bleiben, ist die Rente in voller Höhe mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Was bedeutet „schädliche Verwendung“

Eine „schädliche Verwendung“ liegt immer dann vor, wenn das angesparte Vermögen im Ergebnis nicht dem Zweck der Sicherung des Lebensstandards im Alter zugeführt wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Vorsorgesparer in Notfällen auf seinen Vermögensstock zurückgreifen muss. Dies ist ihm im Einvernehmen mit dem Anbieter jederzeit erlaubt, er muss aber dann die auf den Entnahmebetrag anteilig entfallenen Zulagen und etwaige darüber hinausgehende Steuervorteile aus dem Sonderausgabenabzug an den Staat zurückzahlen. Allerdings braucht er auf den zurückzuzahlenden Steuervorteil keine Zinsen zu entrichten. Darüber hinaus sind die in dem auszuzahlenden Betrag enthaltenen Erträge und Wertsteigerungen als sonstige Einkünfte zu versteuern.

Was geschieht, wenn ich ins Ausland ziehe?

Bei dauerhaftem Wechsel in das Ausland endet die steuerliche Förderung durch Zulagen und Sonderausgabenabzug, weil damit auch grundsätzlich die unbeschränkte Steuerpflicht endet.

Was passiert, wenn ich im Alter auswandere(„Mallorca-Rente“)?

Endet die unbeschränkte Steuerpflicht des Zulageberechtigten durch Aufgabe des inländischen Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts, gilt dies als „schädliche Verwendung“ mit der Folge, dass grundsätzlich die steuerliche Förderung zurückgezahlt werden muss. Der Vorsorgesparer kann allerdings eine Stundung des Rückzahlungsbetrags bis zu Beginn der Auszahlungsphase über den Anbieter beantragen. Die Stundung wird in der Auszahlungsphase verlängert, wenn von jeder monatlichen Zahlung 15% zur Tilgung des Rückzahlungsbetrags verwandt werden, bis die staatliche Förderung zurückgezahlt ist. Zinsen werden nicht berechnet.

< h3>Was passiert, wenn ich während der Ansparphase in Altersteilzeit gehe?

Grundsätzlich kann der Kunde auch während der Altersteilzeit einschließlich der Freistellungsphase sein Altersvermögen aufbauen. Wenn er ein vermindertes Bruttogehalt und einen steuer- und sozialversicherungsfreien Aufstockungsbetrag erhält, so ist nur das tatsächlich erzielte Bruttoarbeitsentgeld zu berücksichtigen. Es ist also nur maßgeblich, welches sozialversicherungspflichtige Einkommen im jeweils vorangegangenen Kalen-
derjahr erzielt wurde , nicht aber die Aufstockungsbeiträge.

Wie sind die Auszahlungsmodalitäten?

Bei einer Versicherung erhält man lebenslang eine gleich bleibende oder steigende Rente. Bei einem Banksparplan oder einem Investmentsparvertrag kann ein Auszahlungsplan bis zum 85. Lebensjahr vereinbart werden. Darüber hinaus muss zu Beginn der Auszahlungsphase ein Teil des Altersvorsorgevermögens in eine Rentenversicherung eingezahlt werden, die dem Altersvorsorgesparer ab Vollendung des 85. Lebensjahres eine gleich bleibende oder steigende lebenslange Leibrente gewährt, die an den Auszahlungsplan nahtlos anschließt.

Die monatliche Rentenzahlungen müssen mindestens so hoch sein, wie die letzte monatliche Auszahlung aus dem Auszahlungsplan. Es werden also zu Lasten des Vorsorgevermögens einerseits bis zum 85. Lebensjahr monatliche Raten ausgezahlt. Andererseits wird als Einmalzahlung zu Beginn der Auszahlungsphase Geld an eine Rentenversicherung geleistet, die ihrerseits die monatlichen Rentenzahlungen ab dem 85. Lebensjahr garantiert. Grundsätzlich werden die Leistungen monatlich ausgezahlt. Eine Ausnahme von den generellen Auszahlungsmodalitäten liegt dann vor, wenn zu Beginn der Auszahlungsphase nur ein geringes Vorsorgevermögen vorhanden ist. Damit es nicht zur monatlichen Auszahlung kleinster Beträge kommt, kann die Gesamtsumme ausgezahlt werden, ohne dass es dabei zu einer „schädlichen Verwendung“ kommt Maßgeblich hierfür ist eine gesetzlich bestimmte monatliche Bezugsgröße, die nicht überschritten werden darf. Für 2007 liegt diese Grenze bei 24,50 EUR. Läge der monatlich auszuzahlende Betrag darunter, könnte der Anbieter den vorhandenen Gesamtbetrag auszahlen.

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